DIE POLITISCHE SEITE

August 2008

 

Sommerabend-Gespräch

 

Liebe Leserinnen und Leser –

 

Es ist Sommer, Zeit für Urlaub und Entspannung, für Reisen und Gartenpartys und für lockere Zusammenkünfte. Warum nicht auch bei der „Politischen Seite“?! Unterbrechen wir doch einfach mal die Reihe der großen Abhandlungen und der ernsthaften Arbeit und setzen uns im Freien jeder mit seinem Campingstuhl im Kreis und ich spreche einfach quasi im Plauderton ein paar Themen an, über die man sicher auch lange Artikel schreiben könnte, die ich heute aber eben nur mal kurz anspreche und damit einen Impuls zum Gespräch und zum Gebet gebe. Ich möchte ein paar Gedanken äußern zu Deutschland und der Welt, zu Israel und zur Endzeit.

Ich lade zu diesem Gedankenaustausch heute besonders auch die Jugend und Jungen Erwachsenen ein.

 

Eine isolierte Betrachtung Deutschlands ist nicht mehr möglich. Auf allen Ebenen – ob säkular oder spirituell – ist das Nationale mit dem Internationalen verknüpft, so dass eine kommende Generation in ihrem Denken wie selbstverständlich die Welt in all ihren Zusammenhängen als Netz empfindet und entsprechend sich verhalten wird. Unter dieser Perspektive möchte ich meine Gedanken zu Deutschland formulieren.

 

 

1. Die Welt wird zum Dorf

 

Im Dorf ist jeder schnell erreichbar. Im Dorf kennt jeder jeden. Darum bleibt auch kaum etwas verborgen d.h. man ist transparent und zugleich unter Kontrolle.

Betriebe stellen sich international auf und werden von Börsianern in ihren kleinsten Erfolgen und Misserfolgen betrachtet und bewertet. Das Bruttoinlandsprodukt jeder Nation wird jährlich genau gemessen und publiziert. Die Welt ist ein Dorf und jeder weiß von jedem.

Der Einzelne chattet heute mit der ganzen Welt. In Sekundenschnelle erreichen uns Mails aus den fernsten Winkeln der Welt und wer will, kann per Videochat den Gesprächspartner auch noch sehen. Bilder aus aller Welt flimmern uns jeden Abend ins Wohnzimmer und wir finden gar nichts mehr dabei.

Neben der Telekommunikation machen auch die Verkehrsmittel die Welt zu einem Dorf. Wozu meine Eltern noch Wochen brauchten, um etwa nach Indonesien auszureisen, das bewältigt man heute in Stunden.

Damit, dass die Welt uns so nahe gerückt ist, ist aber auch verbunden, dass uns die Probleme „der anderen“ nahe kommen. Zunächst – wie gesagt – über TV ins Wohnzimmer, dann aber ganz konkret als Schwarze oder Gelbe oder Braune, wenn wir durch die Straßen unserer Städte schlendern. Diese Leute überwinden unter Aufbietung ihrer letzten Finanzmittel und oft unter Lebensgefahr die Sperrzonen, die Europa um sich aufgebaut hat, um hierher zu kommen. Jahrzehntelang hat sich die politische Elite unseres Landes um die Erkenntnis herumgedrückt (und Entsprechendes versäumt), dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. Wenn die Welt ein Dorf geworden ist, dann dürfen Herr Adejemo aus Nigeria und Frau Sulawesi aus Bali auch ganz real meine Nachbarn sein. Sie haben vielleicht schon seit Jahren einen deutschen Pass und sprechen inzwischen auch deutsch.

Was heißt dann aber noch ein „Deutscher sein“? Gibt es in Zukunft überhaupt noch Nationen und Völker im Zeitalter der Globalisierung? Ich meine Ja und unbedingt Ja! Es wird sie geben, weil es einen Unterschied gibt zwischen den Eingeborenen und den Zugezogenen. Für die einen ist Deutschland das „Vaterland“ – das Land ihrer Väter; für die anderen ist Deutschland die „Heimat“ – das Land, wo sie geborgen sind. Einwanderungsland zu sein heißt, dass die Eingeborenen in ihrem Vaterland und in ihrem Herzen Raum machen für ein bisschen Heimat für die Fremden.

 

Es geht für die kommende Generation nicht mehr nur um Europa, sondern um einen weltweiten Horizont. Ich lade als Älterer gerade die Jüngeren ein, die Welt zu bereisen, ferne Länder und andere Kulturen kennen zu lernen, und genau in dieser Begegnung ein Gefühl für das Eigene zu entwickeln. Ich spreche hier aus Erfahrung: ich bin in Indonesien geboren, habe in Japan meine Kindheit erlebt, bin nach dem Krieg mit dem Schiff über den Pazifik und den Atlantik nach kurzem Aufenthalt in den USA nach Europa, nach Deutschland gekommen. Als Erwachsener war ich noch in verschiedenen europäischen Ländern, dann auch in Nigeria und mehrmals in Uganda. Ich weiß, was es heißt, ein Ausländer zu sein und darum ist mein Herz auch immer offen zur Begegnung mit Ausländern besonders aus Afrika und Fernost. Die Angst vor dem Fremden baut sich am besten ab durch Begegnung.

Die kommende Generation muss also wissen, woher sie kommt und wo sie steht und andererseits mit wachem Geist und einem weitem Herzen erfassen, wie klein die Welt geworden ist.

Ja, die Globalisierung die Weite und das Fremde können Angst machen. Wir aber als Christen wissen : „HE has got the whole world in His hand“. Gott ist „global“, er war global und sein Handeln wird als Herr der Welt global sein bis ans Ende der Tage. Wer global denkt und betet, kommt den universalen Gedanken Gottes näher. Als Christen haben wir schon immer geglaubt, dass Gottes Heil der ganzen Welt gilt. Die Globalisierung ermöglicht uns nun aber, diesen Glauben rascher, gezielter und gewisser in die Tat umzusetzen. Mit Freude nutzen wir als Christen darum auch alle Mittel der Telekommunikation für Jesus: von der Satelliten-Evangelisation bis zu allen Möglichkeiten des Internets.

 

 

2. Die Welt wird zum Treibhaus

 

Es ist erfreulich, wie sich die deutsche Politik um Begrenzung von Emissionen und um die Entwicklung alternativer Energien bemüht und wie es die deutsche Kanzlerin geschafft hat, ihre europäischen Kollegen zu konkreten Zielen bis 2020 zu verpflichten, so dass sie als Präsidentin auf dem G-8 Gipfel die anderen Industrienationen durch das Vorbild Europas unter Druck setzen konnte – dies alles ist sehr lobenswert, wird aber an der sukzessiven Erwärmung der Erde kaum was ändern.

Die nächste Generation wird eine stark veränderte Welt erleben. Die Pole und Gletscher schmelzen ab, der Pegel der Meere steigt, ihre Temperatur nimmt zu; Dürren, Stürme und Wasserfluten sind die Folgen. Dies alles ist nicht mehr das Problem eines Landes, diese Probleme sind global .

Dennoch gibt es Schrittmacher. Und so bin ich stolz auf mein Land, dass es – im Gegensatz zu anderen Ländern – in Bezug auf die Schonung der Umwelt in Jahrzehnten das Bewusstsein der Bevölkerung geprägt hat; und dass Deutschland heute weltweit führend ist in der Erschließung alternativer Energiequellen.

Aber als Christen gehen wir noch weiter. Wir wissen um den Auftrag Gottes, unsere Mitgeschöpfe zu pflegen und zu bewahren. Im Angesicht weltweiter klimatischer Katastrophen verfallen wir darum nicht dem Spruch: „Da kann man eh nichts mehr machen“, auch nicht der Ausrede: „Die da oben sollen es richten“; sondern als Christen nehmen wir – noch mehr als bisher – unser Handeln im Licht Gottes in Augenschein und überlegen uns z.B. unseren Beitrag zum Energiesparen, Vermeiden von Emissionen (Fahrzeugtyp, Geschwindigkeit), Schonung der Lebensressource Wasser und sinnvolle Abfallbeseitigung.

Eine neue Generation von Christen wird sich verabschieden von der Gedankenlosigkeit meiner Generation und Gott gehorchen im Achten auf seine Schöpfung und dankbar – achtsamen Gebrauch von den Ressourcen machen.

Lasst mich noch eine Bemerkung machen zu der Behauptung, die Erderwärmung hätte gar nichts mit den Emissionen und dem anschließenden Treibhauseffekt zu tun, sondern sei „ganz normal“ im Ablauf der Jahrhunderte, in denen es nachweisbar immer schon Klimaschwankungen gegeben habe. Außerdem sei CO 2 ohnehin das Gas, das die Pflanzen als Nahrung brauchten. Das ganze Klimatheater sei nichts als nur inszenierter Kommerz.

Wer so spricht, sollte wissen, dass die fossilen Brennstoffe begrenzt und irgendwann zu Ende sind. Es gilt sie also, wenn nicht aus klimatischen, dann aus ökonomischen Gründen zu schonen.

Weiter kann man – sofern man Augen hat, seine Mitgeschöpfe zu sehen – erkennen, wie die Wälder, die verarbeitende Lunge das CO 2 , nicht etwa strotzen vor Wohlbefinden, sondern langsam und geräuschlos ersticken und dürr werden. Andere vom Menschen durch Verbrennen von fossilen Brennstoffen produzierten Gase verbinden sich mit Regen oder Nebel zu chemischen Säuren (H 2 SO 4 , HNO 3 ), die die Feinwurzeln der Bäume zerstören.

Dass der Mensch am Artensterben Schuld und am Klimawandel mindestens beteiligt ist, wird wohl jeder zugeben: Wenn das aber so ist, dann sollten wir als Kinder Gottes, die den Willen ihres Schöpfers kennen, die Ersten und Vorreiter sein bei allen Maßnahmen, die unseren Mitgeschöpfen das Leben ermöglichen neben uns Menschen. Die Abweisung der Mitverantwortung an den gegenwärtigen Veränderungen der Natur durch Christen ist mir unbegreiflich im Angesicht der seufzenden Schöpfung. Paulus, der Apostel, sieht und hört wie sie „seufzt und sich sehnt nach der vollen Offenbarung der Söhne Gottes“ (Rm 8,18-23). Dann wird auch die Schöpfung durchatmen in vollkommener Erlösung. Das heißt aber doch auch, dass da, wo die Erlösung Christi in dieser Welt schon zu einem guten Teil an den Kindern Gottes sichtbar wird, auch die Geschöpfe in der Umgebung dieser Menschen etwas von der anfänglichen Erlösung erfahren dürfen. Oder täusche ich mich?

Lasst uns nicht streiten über den Klimawandel, sondern lasst uns wetteifern im Kleinen und Großen, dem herrlichen königlichen Auftrag, die Schöpfung zu bebauen und zu bewahren, nachzukommen. Jedes Geschöpf soll sich in unserer Umgebung wohl fühlen und schon ein bisschen Erlösung schnuppern.

 

 

3. Deutschland und Israel

 

Es gehört mit zum Erfreulichsten in der Entwicklung der Christenheit – auch in Deutschland – wie in wachsendem Maß ein Verständnis unter den Gläubigen gewachsen ist für die unersetzbare heilsgeschichtliche Position Israels. Dies war noch vor wenigen Jahrzehnten völlig anders. Auch wenn man eine Verfolgung der Juden wie im 3. Reich verurteilte, so war man doch eindeutig der Meinung, Gott habe die Kirche an die erste Stelle gerückt und Israel in den Schatten geschoben („Ersatztheologie“). Die Verheißungen der Bibel gehörten historisch zwar Israel, real aber den Christen. Sie sind jetzt Gottes Lieblinge nach 1. Petr. 2,9 „Gottes auserwähltes Volk und königliche Priesterschaft!“

Es ist eine globale Wirkung des Heiligen Geistes, dass dieses Denken sich wandelte, eine Liebe zu Israel aufkam und der ewige Primat der Erwählung Gottes über diesem Volk neu erkannt und neidlos, ja, freudig anerkannt wurde.

Für Deutschland kommt das Ereignis der Schoa (= Hölle) durch die Nazis dazu. Von daher ist für Deutschland dieser Prozess der Annäherung an Israel ein doppelter – ein säkulargeschichtlicher und ein heilsgeschichtlicher. Für uns Deutsche ist es im Verhältnis zu Israel darum wichtig: als Christen anerkennen wir Israel als den „älteren Bruder“ desselben Vaters; und als Deutsche stehen wir Israel gegenüber zu unserer Geschichte, auch wenn wir schon drei Generationen davon entfernt sind.

Aber als Christen bleiben wir nicht bei Schuld und Sühne stehen, sondern gehen zum Kreuz und erfahren dort – wie es ein messianischer Pastor Deutschen gegenüber in Auschwitz-Birkenau ausgedrückt hat: - dass „das Blut Jesu Christi lauter als das vergossene Blut Abels schreit“.

Es wächst jetzt in Deutschland die 4. Generation auf nach dem Schrecken der Schoa. Gott sucht die Sünden der Väter heim bis ins 3. und 4. Glied, aber er zürnt nicht ewig. In der 3. Generation schenkte Gott dem deutschen Volk die Wiedervereinigung als ein unübersehbares Zeichen seiner Gnade. Gott will nun der 4. Generation, wenn sie es denn ergreift, ein neues Verhältnis zu Israel schenken, in Deutschland und in Israel: ein Verhältnis der Freundschaft und des Vertrauens. Dies würde in den kommenden turbulenten Zeiten für Israel bedeuten fest zu wissen: „Dieses Mal stehen die Deutschen an deiner Seite, Israel, und treten für dich ein“.

Insbesondere unter der gegenwärtigen Bundesregierung wurde dies politisch sehr klar vor der ganzen Welt ausgedrückt. Kanzlerin Merkel sagte nach dem Libanonkrieg, dass die deutsche Marine vor der Küste des Libanon kreuze „zum Schutz Israels“ – eine Zweckangabe, die bei den Arabern schlecht ankam. Sie regte im März d.J. die regelmäßige Regierungskonsultation zwischen beiden Ländern an. Und kürzlich der Austausch von gefangen Hisbollahkämpfern gegen zwei getötete israelische Soldaten kam durch deutsche Vermittlung zustande. Dies alles zeigt: Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Zeit im Verhältnis zwischen Deutschland und Israel.

Eins ist allerdings leider zu beobachten: der wachsenden Freundschaft zwischen den Regierungen auf politischer Ebene entspricht nicht ein ebensolcher Stimmungswandel im Volk. An die 60% der Deutschen hielten 2003 Israel für die größte Gefahr für den Weltfrieden und ebenso 2008 sprachen sich 50% der Deutschen gegen eine Sonderrolle Israels in der deutschen Außenpolitik aus. Ich glaube trotz allem drohenden Antisemitismus, dass dahinter auch etwas Richtiges steckt, das Gefühl, dass deutsch-israelische Politik nicht mehr länger auf der Ebene der Schuld und Sühne, sondern ganz neu auf eine Ebene von Gleichen gestellt werden müsse. Aber Freundschaft ist das natürlich noch lange nicht. Wohl aber eine Voraussetzung davon. Die Gemeinde ist an dieser Stelle berufen voranzugehen in ihrer Lehre, in ihrer Praxis (Opfer, Besuche, Partnerschaften), in ihren Gebeten und in ihrem Zeugnis vor Ort und im ganzen Land. Die Gemeinde ist auch hier berufen, in der Welt sich zu zeigen als der Kopf und nicht als der Schwanz einer wichtigen Entwicklung.

Wie macht Ihr das bei Euch?

 

 

4. Wenn der Geist weht

 

Es steht im Propheten Joel (3,1): „Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch… (V. 4) ehe der große und schreckliche Tag des Herrn kommt“.

Die globalen Zusammenschlüsse wie die EU oder die UN, die weltumspannenden Telekommunikationsmittel und die immer aufwändigeren Kontrollmöglichkeiten laufen als Entwicklungslinien natürlich klar erkennbar hin auf das, was wir Christen als die Kennzeichen der Endzeit kennen. Der Antichrist ist der Schnittpunkt aller global nutzbaren menschlichen Möglichkeiten. Er wird sie aber nicht nur politisch nutzen, sondern auch religiös füllen. Und das ist das eigentliche Problem, das Christusgläubige mit dem Anti-Christ haben werden. Denn er wird nach 1. Joh 2,22+23 auch 4,2-4 Jesus leugnen als Sohn Gottes und dass Jesus als Christus (Messias, Retter) Mensch geworden ist. Wenn dazugehört, was Offb 13 sagt, so wird dieser Anti-Christ große Lästerungen gegen Gott ausstoßen und durch unerhörte Wunderheilung alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Da er sich als Gegenbild zu Jesus versteht, wird er vermutlich auch als Retter der Menschheit antreten bis dahin, dass er göttlich verehrt wird (Offb 13,4). Als Retter der Menschheit wird er viele Ideale verkündigen, denen man – zur Rettung der Menschheit – nur zustimmen kann, alles „christliche Werte“, alles aber ohne Christus. Die gescheiterte EU-Verfassung mit den hohen Idealen der Grundrechte – explizit aber ohne Gott, sind ein gegenwärtiges Beispiel dafür.

Offb 13,7 wird von einem „Kampf“ d.h. einer Auseinandersetzung des Tieres mit den Heiligen gesprochen, in deren Verlauf diese ins Gefängnis kommen oder gar umkommen (V. 7.10). Aber Christen, die die Bibel kennen, glauben nicht an die Endzeit, sondern an den Wiederkommenden. Darum bibbern sie nicht vor der „Endzeit“ und verkriechen sich heute schon vorsichtshalber (Quatsch!), sondern sie „erheben ihre Häupter“ im Wissen, was wirklich am Ende steht: ER, JESUS. Offb. 13,10 endet darum: „Hier ist Geduld und Glaube der Heiligen!“ Woher kommt das? Zum einen, weil sie sehen (V7), dass alle Macht, die das Tier hat, „ihm gegeben wurde“ d.h. von Gott. Und darum ist die Zeit dieser Machtausübung auch von Gott begrenzt. Er ist und bleibt der Souverän der Geschichte.

Bevor dies aber geschieht, verheißt Gott nochmals eine Geistesausgießung weltweit, global „auf alles Fleisch“. In diese Zeit gehen wir gerade hinein. Wir spüren in den letzten Jahren eine weltweit zunehmende Offenheit für religiöse Themen, ein Fragen, ein Suchen nach Sinn, nach Halt, nach „Gott“. Ablesbar ist dies in den Medien, den Indikatoren neuer gesellschaftlicher Trends. Wurden religiöse Themen früher nur am Rande erwähnt, widmet das Fernsehen zum Teil ganze Tage dem Thema Religion („Fundamentalismus“) oder die F.A.Z. den Kommentar auf der Titelseite. Noch ist dies kein Durchbruch im Sinn einer Erweckung, aber doch liegt etwas wie Erwartung über dem Land.

Es ist gut, dass eine junge Generation mit neuen Gemeinde- und Gottesdienstformen da ist; denn wenn es losgeht, werden es vor allem diese „neuen“ Gefäße sein, in denen sich die Erweckten sammeln werden.

Es wird aber darauf ankommen, dass dort diese Erweckten verankert und gegründet werden in Christus, dem Gekreuzigtem; denn die Botschaft des Antichristen wird alle positiven religiösen Ansätze enthalten, außer der Botschaft vom Kreuz. Denn im Kreuz zerbricht die Selbstherrlichkeit des Menschen und offenbart sich die Herrlichkeit Gottes und beides ist für den Anti-Christus inakzeptabel.

In den Aufbruch des Geistes, die Offenheit der Herzen muss in den nächsten Jahren also notwendigerweise Jesus als Gekreuzigter d.h. als Retter hineinverkündigt werden, sonst bleiben die Menschen in religiösen Gefühlen und falschen Lehren hängen. Gott aber gibt den Geist, damit „alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“.

Und dafür sind wir Zeugen, immer klarer, bis Jesus wiederkommt. Und der Geist und die Gemeinde als Braut sprechen: „Komm! Amen, ja komm, Herr Jesus“.

 

 

GEBET

 

1. Die Welt wird zum Dorf

 

2. Die Welt wird zum Treibhaus

 

3. Deutschland und Israel

 

 

4. Wenn der Geist weht

 

Ortwin Schweitzer

 

Quellen: wikipedia.de