DIE POLITISCHE SEITE

Dezember 2007 / Januar 2008

 

Gender Mainstreaming – was ist das?

 

 

INFORMATION

 

 

Sie wissen nicht was Gender Mainstreaming ist? Keine Sorge – keiner weiß es so recht, weil es zum Wesen des Gender-Begriffs gehört, dass er schillert. Das ist gewollt, das ist Methode.

Obwohl dieser Begriff im normalen Sprachgebrauch kaum vorkommt, hat die Sache, um die es geht, doch eine große Brisanz, da Gender-Perspektiven sowohl in der europäischen wie in der nationalen Politik bereits eine zentrale Stellung einnehmen.

 

 

1. Worterklärung

gender “ ist das englische Wort für „Geschlecht“, wenn es sich um „der-die-das“ handelt, ist also der Begriff für grammatisches Geschlecht. Er ist abstrakt. Konkret ist dagegen „sex“.

Übertragen auf den Menschen füllt sich der Begriff mehr und mehr mit der Bedeutung „Geschlechterrolle“. Rollen sind erlernt und damit auch veränderbar, schreibt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Man achte auf den Unterton: Es geht also um Veränderung, um das Umschreiben einer „Rolle“.

Mainstream “ heißt „Hauptstrom“. Mainstreaming ist also „etwas zum Hauptstrom machen“.

In den EU-Texten wird „gender mainstreaming“ daher mit „gleichstellungsorientierte Politik“, mit „Gleichstellungspolitik“ übersetzt.

 

 

2. Entstehung und Entfaltung

Es gibt Menschen – Männer und Frauen – die fühlen sich im falschen Körper: Männer fühlen sich als Frau und Frauen als Mann. Um diese „Transsexualität“ begrifflich zu fassen, nannte man das biologische Geschlecht „sex“ und das empfundene Geschlecht „gender“.

Die Theorie wurde entwickelt, dass also das biologische Geschlecht gar nicht eigentlich über die Zugehörigkeit eines Menschen zu dem einen oder dem anderen Geschlecht entscheidet, sondern die subjektive Empfindung des/der Betreffenden. Diese aber werde ihm/ihr durch die Gesellschaft aufgezwungen. Von daher spricht diese Theorie dann auch von einem „sozialen Geschlecht“, das ist „gender“ dann im nächsten Schritt, aufgeschwätzte Geschlechterrolle, „Zwangsheterosexualität“. Diese Theorie wurde vor allem von radikalten Feministinnen wie der Amerikanerin Judith Butler und in Deutschland von Alice Schwarzer vertreten. Sie verteidigt die lesbische Liebe als „Neue Zärtlichkeit“ und wendet sich gegen das „Männermonopol auf Frauenliebe und – Sexualität“. Sie nennt Hausfrauen und Mütter „Sklavinnen“ oder „Gefangene eines feudalistischen Systems“.

Das Stichwort von der „Zwangsheterosexualität“ als sozial bedingte Geschlechterrolle wurde natürlich sofort und gerne von der Schwulenszene übernommen, die Homosexualität ja grundsätzlich als alternative Form der Sexualität propagiert, was aber von den Heteros ständig angegriffen und in Frage gestellt werde.

Dies zeigt, warum der Gender-Begriff so schillernd ist. Antwort: weil er zwei Quellen hat:

•  den Feminismus,

•  die Homosexuellenbewegung.

Der radikale Feminismus greift den Mann, das „Patriarchat“ an; die Schwulenbewegung greift die Heterosexualität an.

Dem Feminismus geht es um Gleichstellung der Frau mit dem Mann; der Homobewegung geht es um Gleichbehandlung (früher: Antidiskriminierung).

Beide argumentieren soziologisch, d.h. von der gesellschaftlichen Prägung „der anderen“ her. Und diese Prägung sei falsch sagen sie. Sie gehe von der Biologie aus und da sei die Unterscheidung von Junge oder Mädchen bei der Geburt Fakt, aber so zufällig wie es eine Einteilung nach Geburtsgewicht wäre. Auch Fakt, aber nichts sagend.

„Man kommt nicht als Frau/Mann zur Welt, sondern man wird es“.

 

Wesentlich für das Geschlecht sei, wie sich ein Mensch nachher fühle, ob er als Mann oder Frau leben will. So gibt es bei lesbischen Paaren eine „sie“ und ein „er“ und dasselbe bei homosexuellen Paaren. Wie sich einer fühle, sei ausschließlich auf seine Prägung zurückzuführen und nicht auf seine Biologie.

 

So ist die ganze Debatte um den Begriff „Gender“ im Grunde einem Weg vergleichbar, der

•  von berechtigten Anliegen der Gleichstellung von Frauen mit den Männern ausgeht z.B. im Bereich der Arbeit, der Führungsaufgaben etc.

•  über spezielle Maßnahmen für Frauen, wie z.B. Arbeitsgruppen in Betrieben führt,

•  zum Gender Mainstreaming-Programm des Familienministeriums, das als „geschlechtssensible Seichtweise“ ressortübergreifend in die Arbeit aller Bundesministerien „implementiert“, eingespeist und kontrolliert werden soll;

•  bis hin zu der Gender-Perspektive, dass das biologische Geschlecht zufällig und veränderbar sei durch gesellschaftliche Beeinflussung

•  und darum zum Schluss als Ziel, dass kein grundsätzlicher Unterschied sei zwischen den Geschlechtern und diese gegeneinander austauschbar seien.

 

Die Gender-Debatte ist vergleichbar einer schrägen Rutschbahn, deren Ziel die Aufhebung der biologischen Geschlechtsunterschiede (sex) ist. Aber nicht jeder, der „gender“ sagt, steht da; viele wissen nicht einmal von der ideologischen „hidden agenda“, den verborgenen Zielen der Gender-Ideologien. Man muss deshalb darauf achten, an welcher Stelle der „Rutsche“ sich der Gesprächspartner oder die Organisation jeweils befindet, mit der man es gerade zu tun hat. Von daher sind Fragen zu stellen wie: „Was meinen Sie mit „gender“ genau?“ „Was ist Ihr letztes Ziel?“ Denn Verunklarung gehört zur Methode. Das letzte Ziel der Gender-Begründer und –Beförderer wie Judith Butler oder „Lissy“ Gröner, Europaabgeordnete oder Barbara Helferich, Brüssel ist: einen neuen Menschen zu schaffen durch Zerstörung der traditionellen Geschlechtsrollen. Darum muss „sex“ ersetzt werden durch „gender“, das biologische Geschlecht durch das soziologische, das sich – angeblich – beliebig verändern lasse.

 

 

3. Anwendungen und Auswirkungen

Die Methode der „Gender-Perspektive“ ist nicht die Überzeugungsarbeit an den „Graswurzeln“ und dann sich von unten nach oben durchsetzend. Dies würde bei der Gender-Theorie nicht funktionieren, weil die Abschaffung der Unterschiede zwischen Mann und Frau dem natürlichen Menschenverstand der normalen Menschen dermaßen entgegenläuft, dass eine Revolution von unten nach oben niemals stattfinden würde.

Von daher setzt die Gender-Strategie oben bei der Spitze der Organisationen an und arbeitet nach dem „Top-down“-Prinzip. Schlüsselpersonen werden in der Gender-Perspektive geschult, diese suchen loyale Mitarbeiter und diese formen Kadergruppen in der Organisation, die durch engagierte Parteilichkeit andere Meinungen zum Schweigen bringen und so die Organisation allmählich ideologisch durchdringen und prägen.

Top-down kann bei hierarchischen Strukturen aber auch auf dem kurzen Weg der Dienstanweisung funktionieren.

Eine solche Organisation kann die UN, die EU oder eine nationale Regierung sein, dies kann ein Betrieb oder ein Kindergarten oder eine Landeskirche sein. Die Methode des „Top-down“ bewährt sich immer neu.

Wie das praktisch in einer Verwaltung funktioniert, zeigt eine Verlautbarung des Berliner Senats:

 

Wie wird Gender Mainstreaming (GM) eingeführt?

Die Strategie von GM wird von allen Verwaltungen umgesetzt und ist als ein langfristiger Entwicklungs- und Veränderungsprozess zu betrachten. Die Einführung erfolgt Top-down d.h. die politische Spitze einer Organisation bekennt sich zur Einführung von GM und beschließt, wie die Prozesse gesteuert und evaluiert werden. GM wendet sich zunächst gezielt an Führungskräfte in Politik und Verwaltung und veranlasst diese, die eigenen, zuweilen auch traditionellen Vorstellungen von „Männlichkeit“ und „Weiblichkeit“ zu hinterfragen und die eigene Führungsqualität im Sinn von Gender-Kompetenz zu verbessern“.

 

Dieser Text zeigt, wie gearbeitet wird: die Spitze beschließt, die Kaderführer werden geschult und dann wird das eingeführt. Diskutiert wird nicht. „Top-down“ heißt Befehlstruktur. Die vielzitierten demokratischen Prozesse finden genau hier nicht statt. Wer sich nicht fügt, wird vermutlich in dieser Organisation nicht mehr lange durchhalten.

Inhaltlich wird nur genannt, „die eigenen (!), zuweilen auch traditionellen (!) Vorstellungen von „Männlichkeit“ und „Weiblichkeit“ zu hinterfragen“ d.h. Verunsicherung auf der ganzen Linie. Geschlechterverhalten wird als „traditionell“ eingestuft und damit diffamiert. Inhaltlich heißt das: Infragestellung der „Männlichkeit“ und Aufforderung zum Aufstand für die „Weiblichkeit“. Wie könnte es anders sein bei einer Bewegung, die unverblümt sich aus der aggressivsten Frauenemanzipation herleitet. Die „verbesserte Führungsqualität im Sinn von Gender-Kompetenz“ wird vermutlich in verunsicherten Männern bestehen und Frauen, die Führung einfordern dürfen und Chefs, die nicht mehr wissen, wie sie reagieren dürfen. Die Szene erinnert sehr an die Tumulte der 68ger, nur dass der Umsturz da von unten kam.

 

3.1. Politik

Seit Anfang der 90ger Jahre verwendet die EU Gender Mainstreaming als Kriterium für die Vergabe von Mitteln des EU-Strukturfonds.

Auf der Weltfrauenkonferenz von Peking im Jahr 1995 wurde eine „Aktionsplattform“ verabschiedet, in der das Gender Mainstreaming enthalten war. Diese Aktionsplattform wurde dann von der Vollversammlung der Vereinten Nationen am 8.12.1995 angenommen (Resolution 50/42) – allerdings als eine unverbindliche Empfehlung an die Volker, („an active and visible policy of mainstreaming a gender perspective in all policies and programms“ – im Sinne von Gleichstellung von Mann und Frau).

Die EU machte diese allgemeine Empfehlung zur Gleichstellung alsbald verbindlich im „Amsterdamer Vertrag“ (1996) und verband „Gender-Perspektive“ alsbald auch mit der Bekämpfung von Diskriminierung von „sexueller Orientierung“ (Art. 12), also mit der Gleichbehandlung .

Die Bundesregierung unter Gerhard Schröder ersetzte Ende Juli 2000 die bis dahin gültige „Gemeinsame Geschäftsordnung der Bundesministerien“ mit einer neuen. Dort heißt es im 1. Kapitel, dass „die Gleichstellung von Frauen und Männern ein durchgehendes Leitprinzip“ sein soll nach der Methode des „Gender Mainstreaming“. Dies solle nun für alle Ministerien gelten.

Die neue Bundesregierung unter Angela Merkel stellte dann in ihrem Koalitionsvertrag §5 fest: „Wir wollen die Gender-Kompetenz stärken und werden zur wirksamen Umsetzung sicherstellen, dass dafür notwendige und angemessene Instrumente zur Verfügung stehen, wie z.B. das Gender Kompetenz Zentrum“.

So ist die Umsetzung der Gender-Politik in allen Ministerien verbindlich und wird kontrolliert d.h. sie ist in jeder Gesetzgebung enthalten, sie ist allgegenwärtig, auch wenn sie nicht überall wahrgenommen wird. Das Familienministerium unter der Unions-Politikerin Ursula von der Leyen hat die Verantwortung für die Umsetzung des Gender Mainstreaming in Deutschland übernommen.

Wohl wird dieses Programm öffentlich gemacht als Gleichstellungspolitik. Und wer könnte da etwas dagegen haben?

Und doch kommen die Wurzeln der Frauenemanzipationsbewegung durch, wenn das Elterngeld nur voll bezahlt wird, wenn der Mann auch für zwei Monate aus seinem Beruf aussteigt (was oft nicht möglich ist und für eine Gleichstellung nichts austrägt, da „gleich“ ja Halbierung der Erziehungszeit bedeuten würde). Nicht zufällig kam der Beifall für die Ministerin von Alice Schwarzer.

Dasselbe Bild zeigte sich bei der Krippen-Kita-Initiative der Ministerin. Auch dort sollten zunächst alle Mütter, die – „traditionell“ – ihre 0-3-jährigen Kinder zu Hause erziehen wollten, leer ausgehen. Und wäre die CSU nicht hart geblieben, so wäre dieser Betrag – „Herdprämie“ titulierte Claudia Roth von den Grünen diesen Betrag – Normalfamilien (Vater, Mutter, Kind), aber auch allen anderen vorenthalten worden, die ihre Kleinkinder zu Hause behalten wollen.

So sehr die Mitverantwortung der jungen Väter an der Kleinkinderpflege zu begrüßen ist, und so sehr die Erweiterung des Kita-Angebots gerade für berufstätige allein erziehende Eltern nötig ist – so sehr lässt sich aus der ursprünglichen Form der Gesetzesvorlagen eine deutliche Tendenz erkennen, die ganz und gar den Wurzeln des Feminismus und des ideologischen Sozialismus entspricht: Auflösung der Geschlechterrollen und damit einhergehend Auflösung des Familienverbandes zugunsten staatlich organisierter Versorgung des Nachwuchses.

 

Dies alles wabert und bewegt sich deutlich undeutlich unter dem Neubegriff „Gender Mainstreaming“, meist nicht klar ausgesprochen, vor allem nicht im politischen Raum.

 

Anmerkung: Jüngere LeserInnen bitte ich, an dieser Stelle nicht „auf die Palme zu gehen“, sondern unter zu bleiben und ganz cool nachzuprüfen, ob die aufgezeigte Analyse wirklich soo abwegig ist. Der Linksruck der Ministerin wurde ja in allen Medien besprochen.

 

 

3.2. Pädagogik

Zur Illustration möge eine Verlautbarung des Berliner Senats dienen, gerichtet an alle im pädagogischen Bereich Tätigen. Berlin ist das Land, das in Bezug auf GM die Vorreiterrolle unter den Bundesländern einnimmt.

 

Gender Mainstreaming ist eine staatliche Strategie zur Gleichstellung der Geschlechter, welche die Frauen- und Mädchenpolitik ergänzt. Während Frauen- und Mädchenförderung und –politik an konkreten Benachteiligungen mit dem Ziel ansetzt, diese zu beseitigen und damit Gleichberechtigung herzustellen, ist GM eine dem Top-down-Prinzip folgende Strategie, die staatliches Handeln und Entscheiden so entwickelt, dass es immer und überall zur Gleichstellung der Geschlechter beiträgt. Gender Mainstreaming bezieht Männer als gleichstellungspolitische Akteure explizit ein und ist folglich als ein Ansatz zur Neugestaltung des Geschlechterverhältnisses zu sehen.

Verwaltungen werden von der Spitze her qualifiziert. Sie sind dafür verantwortlich, Methoden und Instrumente zu entwickeln und zu nutzen, um sämtliche Vorgänge und Entscheidungen in ihrem Kompetenzbereich regelhaft daraufhin zu überprüfen.

 

Kommentar

  1. Wenn GM die „Frauen- und Mädchenpolitik ergänzt“, dann hat sie doch wohl auch dasselbe Ziel: Abschaffung der Männerdominanz, Ermutigung zur Frauenrevolte.
  2. Frauenemanzipation scheiterte, weil sie sich nur um „Gleichberechtigung an konkreten Benachteiligungen“ kümmerte (von unten nach oben). Gender dreht dagegen den Spieß um und ist „eine staatliche Strategie zur Gleichstellung der Geschlechter“ anhand des „Top-down-Prinzip“.
  3. War die Frauenemanzipation naturgemäß immer gegen den Mann/die Männer gerichtet, so „bezieht GM Männer als gleichstellungspolitische Akteure explizit ein“. Klingt gut! Und wäre auch gut, wenn gemeint wäre, dass Männer gelehrt würden, dass es zur rechten Männlichkeit gehört, der Frau/den Frauen einen Aktionsraum zu geben für die Entfaltung ihrer Weiblichkeit und Raum für ein selbständiges und wertschätzendes Miteinander in den Entscheidungsprozessen. Aber all das ist nicht gemeint, sondern es geht GM genau um das Gegenteil, die Beseitigung der „Orientierung an traditionellen Rollenklischees“.

 

Alle Fachkräfte im Bereich der Erziehungshilfen, öffentliche Träger (BA/ASD) sowie freie Träger, haben ein geschärftes Bewusstsein über geschlechterdifferenzierende Pädagogik sowie professionelle Kenntnisse und Fähigkeiten, die sie im Umgang und in der Beratung mit/von jungen Betroffenen und deren Familien anwenden.

Differente Lebensentwürfe von Mädchen und Jungen zu fördern setzt voraus, dass die gesellschaftliche Orientierung auf Zweigeschlechtlichkeit hinterfragt wird und damit die Möglichkeiten der Durchlässigkeit von Geschlechterpolarisierung aufgezeigt werden. Ein „Sowohl-als-auch“ wird favorisiert anstelle eines „Entweder-oder“. Eine theoriegeleitete Praxis der „pädagogischen Vielfalt“ ist als Konzept, das Differenzen wie Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit oder Handicaps ernst nimmt und anerkennt, handlungsbestimmend.

PädagogInnen pflegen ein gleichberechtigtes Miteinander.

 

Kommentar

  1. Es gehört zur Methode von GM unter vollkommen legitimen und von allen akzeptierten Erstbegriffen aufzutreten, dann aber den kopfnickend akzeptierten Begriff nachträglich mit einem neuen Inhalt zu füllen. Beispiel hier: Man liest, dass die Erziehungshelfer „Geschlechterdifferenzierende Pädagogik“ im Umgang mit Kindern und Jugendlichen betreiben sollen. Was kann man da den anders denken, als dass die unterschiedlichen Bedürfnisse, Reaktionen etc. von Jungen und Mädchen miteinander erkannt und einander bewusst gemacht werden? Aber nein! Denn „differente (?was für ein Wort?) Lebensentwürfe von Mädchen und Jungen zu fördern setzt voraus“ – was wohl? Man höre und staune: „dass die gesellschaftliche Orientierung auf Zweigeschlechtlichkeit hinterfragt wird und damit die Möglichkeiten der Durchlässigkeit von Geschlechterpolarisierung aufgezeigt werden.“
    Der Lebensentwurf besteht für Jungen also darin, kein selbstbewusster Mann mehr zu werden und für Mädchen darin, keine selbstbewusste Frau zu werden, sondern verunsichert ins Leben zu gehen und eins zu wissen, dass man – sozial! – nicht sein darf, was man – biologisch! – eigentlich ganz klar ist.
  2. Nachdem nun das biologische Faktum der Zweigeschlechtlichkeit als soziale Konvention hinterfragt, entlarvt und abgetan worden ist, ist der Weg jetzt frei für eine „Pädagogische Vielfalt“, die das „Konzept der Differenzen des Geschlechts“ ernst nimmt und anerkennt. Jetzt heißt es plötzlich „Geschlecht“ und nicht mehr „Geschlechtlichkeit“; jetzt geht es also um „sex“ und nicht mehr um „gender“; und entsprechend geht es auch nicht mehr um Gleichstellung oder Gleichberechtigung von Frau und Mann, sondern plötzlich und unvermerkt um Antidiskriminierung, Gleichbehandlung und Anerkennung der „Vielfalt“ der Lebensentwürfe. Es wird – völlig unmotiviert aus dem Antidiskriminierungsparagraphen die ethnische Zugehörigkeit und die Behinderung zitiert. Das ist also die Endstation von GM: erst Infragestellung der Geschlechterrollen, dann Auflösung der beiden Geschlechter, dann die totale sexuelle Freiheit des absoluten Ich – und das dann noch sozial von der Gesellschaft als normal „anerkannt“ zu bekommen. Das ist GM, dahin sollen Kinder für morgen erzogen werden!

 

Und nun die Umsetzung in den praktischen Unterricht in Berlin:

Dies erfordert die konsequente Einbindung folgender Aspekte in Unterricht und schulisches Miteinander:

 

Kommentar

  1. „Kontinuierlich“, „Anstrengungen“, „nachhaltig“, „Bemühungen“ – Eine permanente Geschlechterdebatte ist auf allen Unterrichtsfeldern hier intendiert. In totalitären Staaten wird so etwas „Indoktrination“ genannt oder „Gehirnwäsche“ d.h., eine Denkalternative darf es nicht geben: „einem diesbezüglichen „heimlichen Lehrplan“ (Orientierung an traditionellen Rollenklischees) ist entgegenzuwirken“. So sieht das „Top-down-Prinzip“ also praktisch aus. Prof M. Bock, Mainz, bezeichnet das als „totalitäre Steigerung der Frauenpolitik“.
  2. Es bleibt abzuwarten, wie eine gemischte Gruppe außerhalb des Unterrichts sich verhält, wo die Jungen im Unterricht „kontinuierlich sensibilisiert werden“ und ihnen mit „Anstrengung“(?!) die „geschlechterspezifische Diskriminierung“ ausgetrieben wird (denn die Mädchen sind doch hier wohl die „Diskriminierten“). Vorhersehbar ist ein hohes Maß an aufgestauter Aggression, die demselben Gesetz der Entladung folgt wie beim älteren Bruder in der Familie, der erlebt wie die rotzfreche jüngere Schwester immer von den Eltern geschützt wird: er zeigt es ihr in einem unbewachten Augenblick – aber wie!
  3. Auch wenn im Unterricht nur von „gender“ gesprochen wird, wird doch dauernd von „männlich“ und „weiblich“ und von „Geschlecht“ und der Zufälligkeit von „sex“ gesprochen und sicher in vielen Fällen dann von der „Akzeptanz der Vielfalt der Lebensformen“, mit anderen Worten, von den Schwulen, Lesben und Transsexuellen – die alle o.k. sind und nur Varianten des sozial bedingten „gender“ sind. Wir stehen wieder vor der Tatsache des Doppelgebrauchs von „gender“ als
    - Gleichstellung und Gleichwertigkeit und
    - Gleichbehandlung im Sinne von Antidiskriminierung.

 

Diese pädagogischen Richtlinien sind in Berlin also anzuwenden von der Kita bis zur Uni!

 

 

 

 

3.3. Das Rechtssystem

Das deutsche Rechtssystem ermächtigt den Staat, bei der Geburt eines Kindes sein Geschlecht festzulegen. Dies geschieht auf Grund der biologischen Geschlechtsmerkmale. Das Recht geht axiomatisch davon aus, dass die Gesellschaft zweigeschlechtlich ist und die biologische Einteilung vom Anfang des Lebens bis zum Tod der Person fortbesteht.

Die Kritik der Gender Perspektive besteht nun darin, dass das Recht die gesellschaftlichen Geschlechtsunterschiede schafft. Das Recht fixiert durch die Einteilung in zwei Geschlechter die Heterosexualität und schafft dadurch die Ungerechtigkeit des Patriarchats, der Herrschaft des Mannes über die Frau. Um dies zu verändern, muss das Rechtssystem verändert werden und dem Recht das Recht genommen werden, auf Grund der Biologie das Geschlecht einer Person festzustellen.

 

 

Dazu werden 2 Strategien verfolgt:

Zum einen wird die Minderheit der Transsexuellen (2-3‰ Promille), die sich im falschen Körper fühlen und der Intersexuellen, deren äußere Geschlechtsmerkmale bei der Geburt nicht eindeutig ausgebildet sind, verwendet, um in Frage zu stellen, dass der biologische Unterschied wichtig sein könne d.h. dass es außer männlich und weiblich noch andere Formen der Sexualität gäbe und diese Zwei-Teilung von daher willkürlich sei. Entscheidend sei, wie sich der Mensch selber empfinde. Dies bedeute endlich das Ende der Geschlechterrolle. Dies ist die Strategie der Verwirrung der Geschlechter mit dem Ziel der Zerstörung der Heterosexualität, da diese Herrschaft und Unterdrückung bedeute. Die unterschiedslose Gesellschaft ist die freie Gesellschaft, das Paradies wie bei der klassenlosen Gesellschaft von Karl Marx.

 

Die andere Strategie ist die Aufstellung von Geschlechtsfaktoren .

Statt der Geschlechtszuweisung nach äußeren Merkmalen fordern die Anhänger von GM eine Geschlechtsbestimmung nach 8 Faktoren:

Chromosomen, Hormone, Geschlechtsdrüsen, innere und äußere Genitalien, äußere Erscheinung, anerzogenes Geschlecht und subjektiv empfundene Kern-Geschlechtsidentität.

Es wird aber nichts gesagt über das Gewicht der Faktoren und welcher schlussendlich juristisch ausschlaggebend sein solle. Es wird auch nicht gesagt, dass diese Faktoren entwickelt wurden für die 2-3 ‰ (Promille!) Kinder, bei denen die äußeren Merkmale nicht eindeutig sind. Keineswegs aber bedarf es dieser 8 Faktoren bei den 997 normalen Kindern.

Es ist natürlich deutlich, dass dieser Angriff auf die Eindeutigkeit der geschlechtlichen Zuordnung auch genutzt werden kann für einen Angriff auf die Ehe als einer Verbindung von einem Mann und einer Frau, wie das BVG das Grundgesetz (§6,1) inzwischen - Gott sei Dank! - klar ausgelegt hat. Denn Ehe ist ja in den Augen von GM Hetero-Patriarchat und Unterdrückungsinstitut der Gesellschaft.

 

Abschließend muss man sagen: „Es ist für das Recht praktisch unmöglich, die binäre Mann-Frau-Klassifikation von Geschlecht aufzugeben. Tatsächlich würde eine Neu-Definition von Geschlecht anhand einer subjektiven Geschlechtsidentität alle Prinzipien der Gleichheit vor dem Gesetz zerstören. „ Eine subjektive Norm der Geschlechtsidentität ist eben keine Norm“ (David Lee Mundy).

Es wäre lohnend, den Auswirkungen der Gender-Perspektive in der

 

3.4. Wirtschaft

nachzuspüren, der es vor allem um die Eingliederung der Frauen in den Arbeitsprozess geht.

Oder um die Auswirkungen auf die

 

3.5. Kirche,

wo eine „Bibel in gerechter Sprache“ produziert wurde, die alles in Frau und Weiblich umschreibt.

 

 

 

HINTERGRÜNDE

 

Es fällt nicht leicht, ein gesellschaftliches Phänomen wie „Gender Mainstreaming“ ausreichend darzustellen und angemessen zu beurteilen. Dies liegt zum einen an den schillernden Erscheinungsformen – es sei an das Bild der Rutschbahn erinnert – zum anderen an den eigenen Reaktionen auf die Gender-Themen, Thesen und die dahinter stehenden Theorien.

 

1. Falsche Alternative

Seit dem Aufstieg der Soziologie als Wissenschaft tobt der Streit, wie viel ist der menschlichen Existenz angeboren und wie viel ist ihr anerzogen. Dies wurde durchdiskutiert auf allen Feldern menschlichen Verhaltens. Auch der menschlichen Sexualität. Nie aber hat sich meines Wissens eine soziologische Theorie dahin verstiegen zu sagen, das biologische Geschlecht sei zufällig, sei eine willkürliche staatliche Festlegung und erst die soziale Prägung entscheide in den Folgejahren, zu welchem Geschlecht ein Mensch „wirklich“ gehöre.

Der amerikanische Psychiater John Money behandelte einen Jungen jahrelang auf dieser ideologischen Grundlage als „Brenda“. Aber Brenda wollte nicht zum Mädchen werden, bis „sie“ im Erwachsenalter erfuhr, dass sie eigentlich männlich war. Nach einer erneuten operativen Geschlechtsumwandlung heiratete er – nun als David Reimer – eine Frau. Die Identitätsverwirrung seines Lebens war aber so groß, dass David mit ca. 30 Jahren Selbstmord beging.

Es widerspricht dem gesunden Menscherverstand, warum ein biologisch erkennbarer Junge nicht als männlich soll gelten dürfen; und warum diese männliche Geschlechtlichkeit sich nicht ganz normal in einem anderen Verhalten soll zeigen dürfen als bei seiner kleinen Schwester, die nach ihrer Biologie ein Mädchen ist.

Der rigorose soziologische Absolutheitsanspruch von GM ist absurd, weil das Leben jedes Menschen – wie das jedes Lebewesens – Gestalt gewinnt aus den inneren Faktoren der Erbmasse und den äußeren Faktoren der Beeinflussung durch die Umwelt. Das ist so und das bleibt so und jede Vereinseitigung in der einen oder anderen Richtung geht an der Wirklichkeit des Lebens vorbei.

 

2. Die medizinische Wissenschaft

Die Vereinseitigung auf nur soziologische Aspekte in der Geschlechterbetrachtung ist desto unbegreiflicher, als die Medizin der letzten Jahrzehnte auf immer neue Gebiete des biologischen Unterschieds zwischen Männlich und Weiblich gestoßen ist: vom unterschiedlichen Chromosomensatz bis zu unterschiedlichen Gehirnfunktionen bei Mann und Frau. Und sollte die Tatsache, dass der männliche Mensch anfangs nur eine Gehirnhälfte aktivieren kann, während die gleichaltrige Frau beide aktivieren kann, sich nicht grandios im Sozialverhalten auswirken?

Es gilt heute als überholt, Biologie und Umwelt gegeneinander zu stellen. Es geht ganz einfach um das richtige Miteinander.

Wer also den Gender-Wahnsinn nicht nachplappert, ist nicht „irrational“, „rückständig“, auch nicht „homophob“, sondern ganz einfach auf der Höhe heutiger wissenschaftlicher Erkenntnis.

In der medizinischen Forschung geht man heute nur von zwei Geschlechtern (sex und gender) aus, allerdings innerhalb dieser mit einer großen Breite an Variationen. Denn es ist auch bekannt, dass jeder Mensch männliche und weibliche Hormone hat, dass aber trotzdem die Abmischung eindeutige Geschöpfe ergibt und innerhalb des durch den Chromosomensatz vorgegebenen Rahmens viele Varianten sich ergeben.


 

3. Die inneren Widersprüche

Ein immer wiederkehrender Widerspruch des GM ist die Behauptung, beide Geschlechter einzubeziehen. Worin besteht denn die „Einbeziehung“ des Mannes? Worin besteht denn das „geschlechtsspezifische Eingehen“ auf ihn? Wird er etwa in seinem Selbstwert als Mann gestärkt oder aufgebaut?

Die Texte sprechen eine andere Sprache. Und die Gruppe „Dissens e.V.“ in Berlin entwickelte aus Gender sogar ein pädagogisches Konzept der Identitätszerstörung von minderjährigen Jungen – was (siehe David Reimer) zu pathologischen Zuständen führt, die als leidvolle Desorientierung erlebt werden.

Die Frauenbewegung kritisiert, dass durch GM Frauenförderstellen eingespart wurden. Warum wohl? Weil die Behörden wohl merkten, dass die Gender-Mitarbeiter dasselbe tun wie die Frauenbeauftragten. Männer werden zu GM-Prozessen selten eingeladen.

Man hat ganz einfach bei der ganzen Gender-Diskussion und deren Maßnahmen den Eindruck einer grandiosen Mogelpackung, die darin besteht, dass außen drauf „beide Geschlechter“ steht, innen sich aber nur Frauenemanzipation pur in der aggressivsten Form verbirgt. Es entspricht den diplomatischen Fähigkeiten der Frau, nicht direkt, sondern indirekt („manipulativ“) zu ihrem Ziel zu kommen.

 

Weiter wird ein logischer Widerspruch des GM sichtbar, dass von einem Achten auf geschlechtsspezifische Bedürfnisse gesprochen wird, gleichzeitig aber als Endziel von einer Auflösung der Geschlechter gesprochen wird. Was nun?

Gibt es Geschlechter und Unterschiede zwischen ihnen? Woher kommen diese? Sollten sie biologisch bedingt sein – warum sollte man „geschlechtsspezifisch“ auf sie eingehen und sie damit verstärken? Sollten sie aber anerzogen sein, dann sollten sie doch so bald wie möglich nivelliert werden, um das Einheitsgender zu erreichen; wozu sie dann stärken durch Eingehen auf sie?

Offen bleibt auch, wie denn der unterschiedslose Endzustand der Geschlechter aussehen soll.

 

 

4. Der philosophische Ansatz

An dieser Stelle wird deutlich, wie tief GM von der Vorstellung der Klassenlosen Gesellschaft Karl Marx' herkommt, von dem her schon der Feminismus geprägt war. GM setzt um, was einer der Chefideologen der 68ger, Marcuse gelehrt hatte, dass eine Verwirrung der Geschlechter das beste Mittel sei zum Sturz einer korrupten Gesellschaft.

Es ist von daher unbegreiflich, wie sich politische Kreise, wie sich verantwortungsbewusste Regierungen wie die unsere sich so etwas wie den Gender-Wahnsinn antun können. Der große englische Historiker Toynbee sagte einmal, dass Zivilisationen nicht von außen zerstört werden, sondern von innen d.h. dass sie sich selber zerstören. GM ist solch ein Bazillus der inneren Zerstörung unserer Kultur, falls sie sich dessen nicht rechtzeitig wieder entledigt.

 

 

5. Biblisch-theologische Aspekte

Dass wir in einer gefährlichen sich zuspitzenden Zeit leben, sagen heute alle. Es ist der Zeitabschnitt, den die Bibel „Endzeit“ nennt.

Zu dieser Zeit gehört nach dem Zeugnis der Evangelien und vieler Briefe die „Verführung“ als Kennzeichen dieser Zeiten. „Wehe der Welt der Verführung wegen“, wird Jesus Mt 18,7 selbst zitiert.

Verführungen gab es schon immer. Das Neue an den vorhergesagten „Zeichen der Zeit“ ist aber, dass sie seit Mitte des letzten Jahrhunderts alle „Welt-weit“ auftreten z.B. als Welthunger, Weltkriege etc. „Global“ ist eines der Stichworte unserer Zeit geworden. Das Besondere an der Gender-Perspektive ist, dass sie global Top-down daher kommt d.h. dass sie global über UNO, EU nach Deutschland kam und nun – wieder Top-down – vom Bundesministerium für Familien weiter in die anderen Ministerien und ihre Arbeit gepresst wird inkl. Controlling.

 

Verführung besteht darin, dass jemand mit etwas Berechtigtem auftritt, dieses dann aber durch Verabsolutierung pervertiert und zum Schluss nur noch durch Druck und Zwang durchsetzbar ist. So auch hier: Von der Gleichberechtigung bis zum Controlling in der Top-down-Struktur.

So wenig wie der Kommunismus oder der Nationalsozialismus wird der Genderismus seine Utopie sein Paradies auf Dauer herstellen können.


GEBET und TUN

 

1 . Wir leben das göttliche Konzept der Schöpfungsordnung von Mann und Frau.

Sie beginnt mit dem Lob Gottes für seine Weisheit, die er in die Art der Frau und in die des Mannes gelegt hat und für die polare Spannung zwischen beiden.

Dann lobe jeder Gott für sich selber, für sein Mann-Sein-Dürfen bzw. sie für ihr Frau-Sein-Dürfen.

Dann danke jeder für seinen Partner, seine Partnerin. Und die Singles mögen danken für ihre Freunde vom anderen Geschlecht.

Wer so betet als Vater und Mutter, der strahlt etwas aus an selbstverständlicher Männlichkeit und Weiblichkeit, an der sich Kinder leicht orientieren können.

Und wo es die Gelegenheit erlaubt, da wo das Kind fragt, da finden wir normale Worte für den Unterschied und die Notwendigkeit des Unterschieds von Anfang an von Mann und Frau.

2. Wir geben einander Raum

Die Furcht der Vertreterinnen der Frauenemanzipation ist die Unterdrückung der Frau durch den Mann. Ihr Wunsch zur Aufhebung der Geschlechter kommt aus einer Wunde: Unterscheidung ist Klassifizierung und Klassifizierung ist Unterdrückung.

Es gibt Situationen, wo es richtig ist, dass sich Männer stellvertretend vor Gott und vor den Frauen beugen und um Vergebung bitten für alle Verletzungen, die ihnen durch Männer zugefügt wurden. Die beinhaltet evt. Veränderungen im eigenen Verhalten.

Die Auflösung der Geschlechter ist die genaue Pervertierung des göttlichen Gedankens von der Unterscheidung von Mann und Frau: Unterscheidung ist Ergänzung und Ergänzung ist gegenseitige Hilfestellung.

Lasst uns versuchen, dieses göttliche Grundprinzip der Einheit der Pole zu leben und den Menschen zu zeigen.

Lasst uns einander Raum geben und indem wir dem anderen Raum geben, erkennen wir neu ihre/seine Qualitäten als Frau und als Mann, als Mensch und als Charakter. Dies aber nicht nur in der Familie, sondern auch im Straßenverkehr, auch im Kollegenkreis. Und auch in der Gemeinde! Lasst uns als Männer den Frauen Raum geben. Aber auch Frauen müssen an vielen Stellen den Männern – vor allem ihren eigenen – Raum lassen zur Entfaltung.

Lasst uns „ansteckend“ die göttliche Ordnung von Mann und Frau leben. In ihr ist keine Furcht vor Unterdrückung, denn wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.

3. Wir machen den Mund auf

Es gehört heutzutage Mut und große Klugheit dazu, ein Wort des Widerspruchs einzulegen.

Am besten, man fängt mir einer Frage an und fragt so lange weiter, bis man weiß, wo der andere steht und was sein Ziel ist, ohne dann man ihm was Falsches unterstellt.

Der Vorgang muss sehr vom Gebet begleitet sein, um Durchblick zu behalten, denn es handelt sich dabei oft um viel Täuschung und Lüge.

Weiter ist es nötig, dass man sich im voraus gute Information besorgt und sattelfest in der Sache ist. Man sollte sich auch was überlegt haben gegen das Totschlagargument der „Homophobie“ und den Vorwurf, ein „Macho“ zu sein.

Ist einer in abhängiger Stellung, muss er beten und überlegen, wie er „Dienst nach Vorschrift“ d.h. das Minimum nur macht.

Wer die Gabe hat, Strategien zu überlegen, der bitte Gott um Erleuchtung und gründe im Betrieb einen Gebetskreis. Nichts hindert die Finsternis in einem Betrieb mehr als ein Gebetskreis.

 

Schlussbemerkung:

Neben der Gender-Literatur boomt der Büchermarkt mit Büchern über Männlichkeit und Weiblichkeit. Während die Gender-Bewegung die Identität der Geschlechter versucht abzubauen, bauen andere ganz bewusst an ihrer Identität als Mann und Frau.

Gottes Wort ist eindeutig: ER schuf den Menschen als Mann und als Frau. Es gibt keinen Grund, diese gute Ordnung Gottes in Frage zu stellen. Wohl aber sie immer neu mit Gottes Hilfe zu leben und zu gestalten.

 

Ortwin Schweitzer

Quellen:

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

Volker Zastrow: „Gender Mainstreaming“ Politische Geschlechtsumwandlung F.A.Z. 20.6.2006

Andreas Dippel, Der Gender-Wahnsinn in: Christliches Medienmagazin pro, Nr.3,2007

Gender Mainstreaming aus Wikipedia Online Lexikon

Verschiedene Beiträge aus: Haargenau – als Mann und Frau. Wie die Gender-Perspektive versucht, die Geschlechterpolarität umzubürsten. Salzkorn Spezial, Heft 5,2006

 

Weitere kritische Literatur:

Gabriele Kuby, Verstaatlichung der Erziehung. Auf dem Weg zum neuen Gender-Menschen und
Die Gender Revolution. Relativismus in Aktion.

Peter Marsch, Die Emanzipation – ein Irrtum. Warum die Angleichung der Geschlechter unsere Gesellschaft restlos ruinieren wird.

Volker Zastrow, Gender, Politische Geschlechtsumwandlung.