DIE POLITISCHE SEITE

März 2006

Die vierfache Bedrohung durch den Islam

EINFÜHRUNG

Lange Jahre beschränkte sich das Thema „Islam“ für den Westen auf die Frage der Zuwanderung und der Integration von Zugewanderten. Man spürte zwar die Fremdheit der Fremden, zwang sich aber zu einem toleranten Lächeln, bezeichnete das Fremde als „Bereicherung“ und nannte das Ganze Multi-Kulti. Die politisch linken Parteien gingen darin voran und die politisch rechten Parteien wagten keinen Widerspruch, um nicht alsbald als „fremdenfeindlich“ angeprangert zu werden, die den Parolen der „Rechten“ damit die Tür öffneten. So immigrierten über 3 Mio. Moslem vor allem 1,9 Mio. aus der Türkei im Lauf der Jahre, ohne dass in Deutschland eine politische Reflexion darüber angestellt worden wäre, wie das denn weitergehen und wohin das denn letztendlich führen solle. Warnrufe erklangen nur vom „rechten Rand“ in Form von Protesten und Parolen.

Eine andere Schwierigkeit speziell in Deutschland bestand darin, dass die „Väter des Grundgesetzes“ auf dem Hintergrund des 3. Reiches wollten, dass Deutschland in Zukunft ein sicherer Ort für alle politisch Verfolgten sein solle. Sie schufen ein äußerst liberales Asylrecht im Vergleich zu vielen anderen Ländern Europas. Dass dann im Lauf der Zeit immer mehr Menschen aus Gründen der Armut in ihren Ländern kamen und am Flughafen nur „Asyl“ sagten und darum aufgenommen werden mussten, war jener Nachkriegsgeneration natürlich nicht bewusst. Und dass gar berufsmäßige Schlepperbanden entstehen würden, die den Armen noch ihr letztes Geld aus der Tasche ziehen würden, um sie dann auf abenteuerliche Wiese nach Deutschland zu bringen, diesen Missbrauch konnten sie nicht vorhersehen.

So wurde ein neues „Zuwanderungsgesetz“ nötig. Und erst im Rahmen dieser grundsätzlichen Überlegungen tauchte dann die Frage auf: Wie integrieren wir denn die Fremden? Was ist eigentlich Integration? Und wohin sollen sie sich denn integrieren d.h. was ist denn „deutsch“ als die Leitkultur dieses Landes?

Dies war im Oktober 2000. Fünfundfünfzig Jahre nach dem Krieg hat es gedauert, bis sich die politische Mitte (CDU) wieder traute zu sagen, was auch für Ausländer, die hier blieben wollen, gelten soll. „Deutsche Leitkultur“ heißt für alle :

Über 50 Jahre wagten sich die Deutschen nicht, sich zu definieren. Multi-Kulti war in Wahrheit die Übertünchung eines Notstandes. Wer nicht weiß, wer er ist und was er wert ist, gleicht sich leichthin an. Doch diese Toleranz ist Standpunktlosigkeit und nicht Großherzigkeit, Schwäche und nicht Stärke!

Aus dieser deutlicher werdenden Leitkultur wurden die Unterschiede zu den anderen Kulturen spürbar. Auch zum Islam als Religion.

Nur – und das stellte man eben nun plötzlich fest – war das nicht eine interessante Kulturbegegnung während 3 schöner Urlaubswochen in der Türkei, sondern dies waren inzwischen fest etablierte islamische Subkulturen mitten im Herzen unserer großen Städte. Natürlich zogen die Mitglieder derselben Sprachgruppe zusammen und die Deutschen zogen weg. So entstanden z.B. ganze Türken-Viertel (Berlin-Kreuzberg), in denen – und das musste man nun erstaunt zur Kenntnis nehmen – in keiner Weise das deutsche Grundgesetzt galt, sondern das islamische Recht mit Unterdrückung der Frauen, Zwangsheirat, Ehrenmorden usw., Viertel, in die sich unsere Polizei nicht ohne weiteres mehr traute. Dies alles wurde erst in den letzten Jahren erkannt und publiziert. Die deutsche Gesellschaft wachte auf und rieb sich verwundert die Augen. „Was – und dies ist Deutschland? Was sind denn das für Leute, die Moslem?“

Zum Erstaunen aber traten plötzlich das Entsetzen und dann die Angst vor „denen“. Die Auswirkungen der Terroranschläge mittels Selbstmordattentätern, zuerst in New York , dann in Madrid und dann in London, dazu die Anschläge auf Bali und in Djerba – allesamt moslemisch motiviert, ließen eine grundsätzliche Frage nach dem Wesen dieser Religion aufbrechen.

Man versuchte zu beschwichtigen und zu erklären: der Islam sei eine friedliche Religion, nur die Islamisten seien gefährlich, sie hätten aber den Islam und die Lehre des Propheten gründlich missverstanden. Außerdem seien das nur wenige.

Gerne hätte man es ihnen geglaubt. Aber die Entwicklung belehrte uns eines anderen. Im Januar d.J. vertrat der Präsident des Iran öffentlich die Meinung, dass der Holocaust nur ein Märchen des Westens sei (eine Meinungsäußerung, die bei uns strafrechtliche Konsequenzen hat) und, dass der Staat Israel von der Landkarte verschwinden müsse und wenn man schon der Meinung sei, es müsse einen Judenstaat geben, dann könne man den ja in Deutschland oder Österreich einrichten.

Die Welt war geschockt. So viel Ignoranz und Impertinenz, soviel Unwissenheit und Unverschämtheit hatte man bisher nur von Ultrarechten gehört, dass aber ein Staatsoberhaupt solche Parolen von sich gibt – man war fassungslos. Angela Merkel sagte in Israel, dass Ahmadinedschad damit eine „rote Linie“ überschritten habe. Die Weltöffentlichkeit insgesamt widersprach dem Präsidenten und stellte sich hinter das Existenzrecht Israels.

Dann siegte am 25. Januar die Hamas bei freien Wahlen in den Palästinensergebieten – eine Terrororganisation, die Hunderte von Israeli getötet hat und die – vor der Haustüre Israels – genau dieselben Thesen vertritt. Natürlich unterstützt der Iran die Hamas.

Nächster Schock: Wie soll unter diesen Umständen der Friedensprozess im Nahen Osten weitergehen?

Und dann tauchten plötzlich Karikaturen aus Dänemark auf, die den Propheten Mohammed bzw. den Islam aufs Korn nahmen. Ein Aufschrei ging durch die islamische Welt. Von Indonesien bis Nigeria und Nordafrika gingen brüllende Massen auf die Straßen, hochgradig gewaltbereit. Von Tag zu Tag aber wurde deutlicher: das sind nicht ein paar Islamisten , hier wird der Westen konfrontiert mit dem Islam – als Religion und Kultur, was im Islam ja nicht unterschieden wird. Da im Westen schon seit der französischen Revolution diese Trennung von Religion und Kultur, von Kirche und Staat vollzogen wurde, steht der Westen immer wieder fassungslos vor diesem Phänomen: Islam als eine unbegreifliche andere Kultur, die uns aber offensichtlich hasst.

Auf diesem Hintergrund gewinnt die politische Auseinandersetzung mit dem Iran um ein eigenes Atomprogramm natürlich an Brisanz. Eine den Weltfrieden bedrohende Situation würde entstehen, wenn Ahmadinedschad seinen Worten nukleare Taten folgen lassen könnte und Israel mit einem Atomschlag auslöschen könnte.

Diese Atom-Auseinandersetzung ist zwar nicht islamspezifisch – Nordkorea stellt dasselbe Risiko dar – aber sie wird doch dem Islam zugerechnet wegen der oben genannten Äußerungen desselben Mannes, der jetzt den Atomstreit dirigiert. Langfristig geht für den Weltfrieden vom Ausgang dieses Streites die größte Gefahr aus!

Jahrzehntelang gab es zwischen dem Westen und dem Islam nur eine lockere „Begegnung der Kulturen“ im Zeitalter der Multi-Kulti-Euphorie. Die Begegnung ist nun aber umgesprungen in die greifbare Realität einer Bedrohung. Wir sind in eine neue Phase eingetreten, wo der Islam „den Westen“ als „christlich“ einstuft, ob ihm das passt oder nicht und der Westen „den Islam“ einstuft als einen „gefährlichen Angreifer“ und daraus Konsequenzen zieht bis hinein in die Begegnung mit den Muslimen hierzulande.

Zwar ist dies – Gott sei Dank!“ – kein „Kampf der Kulturen“ im militärischen Sinn (der Irakkrieg hatte eine ganz andere Motivation!), aber dennoch hat ein Erwachen in der westlichen, europäischen Kultur stattgefunden und ein Fragen, was „WIR“ denn diesem Islam entgegen zu setzen haben. Das neue seit Jahren in unserer Kultur wachsende Interesse an Religion, auch am christlichen Glauben, wird durch die Islambegegnung noch einmal deutlich verstärkt. Was wollen WIR? Was ist denn unser Proprium?

Ein „Kampf der Kulturen“ in einem geistigen Sinn hat m.E. begonnen und wird in den nächsten Jahren noch zunehmen und unserer Kultur – in Defensive und missionarischer Offensive – prägen und umgestalten.

Die in den Kreuzzügen und im Kampf um das von Türken belagerte Wien ( 1529 und 1683 ) kriegerisch geführten Auseinandersetzungen des Christentums mit dem Islam sind mit den Vorgängen der letzten Jahre erneut aufgeflammt und es ist noch nicht entschieden, wie dieser wie dieser Kampf, der dieses Mal geistig und geistlich ausgetragen wird, ausgehen wird. Dies hängt ab von den geistigen, religiösen, kulturellen und menschlichen Potenzialen, die beide Seiten in diese Auseinandersetzung mit einbringen. Es hängt davon ab, wie viel und wie schnell das Christentum seine geistlichen Kraftquellen wieder erschließen und in einen „Angriff der Liebe“ umsetzen kann. Und hier ist jeder gefragt.

Doch zurück zur Aktualität. Die Begegnung geschieht, um es zusammen zu fassen, aktuell auf 4 Feldern:

•  in der terroristischen Bedrohung in unseren europäischen Ländern,

•  in den verbalen Attacken des iranischen Präsidenten gegen Israel und der Wahl der palästinensischen Terrororganisation Hamas;

•  in dem weltweit entbrannten Karikaturenstreit;

•  in der Auseinandersetzung um das iranische Atomprogramm.

Von den 4 Feldern der Begegnung kann in dieser Nummer aus Platzgründen nur der 1. Punkt ausführlich behandelt werden. Ein Teil des 2. Punktes ist schon im Februar behandelt worden. Die Darstellung der übrigen Punkte hängt von der aktuellen Weltlage ab.

Die terroristische Bedrohung

INFORMATION

Nach dem 11. September 2001 dachten viele, dass man auf die gebildeten jungen Männer aus den arabischen, islamischen Staaten achten müsse, um sich gegen Terroristen zu schützen. Das Erschütternde an den Anschlägen von London war dann aber, dass man feststellen musste, dass es sich bei den Attentätern um junge, im Land selber geborene Moslems, also um Engländer handelte. Wie kann man sich denn da noch wirksam schützen?

Bei den Ausschreitungen im letzten Jahr in einigen französischen Großstädten handelte es sich ebenfalls um solche im Land geborene muslimische Jugendliche, die – von der Gesellschaft vergessen und in Gettos abgeschoben – ihren Frust und Hass gegen diesen Staat auslebten.

Elmar Theveßen, ZDF Redakteur und Terrorismusexperte, sagt in einem Interview mit der Zeitschrift „pro“: „Die Zahl junger Muslime, die von Westeuropa aus in den Kampf im Irak ziehen, hat zugenommen. Ein Teil von ihnen kehrt auch wieder zurück und ist dann bereit, hier aktiv zu werden“.

Theveßen schreibt in seinem im Oktober 2005 bei rowohlt erschienenen Buch „Terroralarm – Deutschland und die islamistische Bedrohung“, dass natürlich – auch wenn hierzulande noch kein Anschlag stattgefunden hat – Deutschland auch im Fadenkreuz der Terroristen ist. Die Nachrichtendienste sprechen von (weit) mehr als 100 gewaltbereiten Aktivisten unter uns. Ein Schlag sei nur eine Frage der Zeit, nicht des Ob, sondern des Wann.

Theveßen weist darauf hin, dass die Ausbildung von motivierten jungen Moslem heute nicht mehr in Trainingslagern stattfindet, sondern dass der weltweite Terror seine Leute heute per Internet ausbildet. Dies geschieht durch intelligent verschlüsselte Botschaften.

Deutschland hatte in den 70ger Jahren schon einmal eine Welle des Terrorismus durchzustehen. Die damalige RAF („Rote Armee Fraktion“ unter der Leitung von Andreas Bader und Ulrike Meinhoff) hatte es bei ihren tödlichen Aktionen aber nur auf Exponenten von Politik, Justiz, Wirtschaft und Finanzen abgesehen. Nicht aber auf die Bevölkerung. Außerdem überlebte der Terrorist gewöhnlich sein Attentat.

Dies ist beim jetzigen Terrorismus anders. Der heutige Terrorismus wählt sich bewusst Orte, wo viele Menschen zusammen sind, um möglichst viele in den Tod zu reißen und ein Blutbad anzurichten. Er überlebt auch nicht sein Attentat, sondern macht sich selber zur lebenden Bombe. Der Terrorist begeht Mord durch Selbstmord.

Menschenansammlungen gibt es unvermeidbar an vielen Stellen. So wählten die Attentäter von Madrid und London bewusst Züge im Berufsverkehr. Es ist polizeilich nicht möglich, alle diese „weichen Ziele“ zu schützen und davon gehen die Terroristen aus. Deutschland ist von daher in der Zeit der Fußballweltmeisterschaft in besonderer Weise gefährdet.

Was kann der Staat tun?

Es gibt nun endlich eine Anti-Terror-Datei, es gibt natürlich die Bewachung wichtiger Gebäude („Objektschutz“) und Personen. Es wird im Internet recherchiert, es werden Telefonate abgehört und mitgeschnitten. Verdächtig Gewordene werden z.T. 24 Std. lang „beschattet“. Das Problem ist aber, dass die Polizei nicht zufassen darf, selbst wenn sie die Absicht eines Beschatteten genau kennt, weil eine Absicht zu haben noch keine Straftat ist. Hier haben die Gesetze noch spürbare Lücken. Hinzu kommt in der BRD ein typisch deutsches Kompetenzgerangel zwischen Bundes- und Länderbehörden.

HINTERGRÜNDE

1. Es ist ein schmaler, sehr schmaler Grat zwischen den legitimen Rechten der Bürger als Schutz vor Übergriffen des Staatsapparats gegen ihn, die unsere demokratische Rechtsordnung garantiert und der Einschränkung dieser Freiheit und Rechte, um ihn, eben diesen Bürger vor Verbrechern zu schützen: Bürgerfreiheit oder Bürgerschutz – das ist die Frage, vor der der Gesetzgeber immer wieder steht.

Wie kann sich eine demokratisch freiheitliche Gesellschaft überhaupt wehren gegen Verbrecher, die gezielt ihre Zerstörung wollen?

Wie jedes Lebe-Wesen, wenn es auf Tod und Leben angegriffen wird, andere Verhaltensformen an den Tag legt, um zu überleben, so muss auch das soziale Lebe-Wesen unserer Demokratie sein Verhalten ändern, wenn es angesichts dieser Bedrohung überleben will. Dies beinhaltet die Ausrichtung aller Glieder auf die Verteidigung und die Konzentration vorübergehend ganz auf den Feind. Diese Einschränkung der normalen Lebensweisen um des Überlebens willen, hängt ab vom Grad der erkannten Bedrohung. Dies zu beurteilen, ist Aufgabe der Geheimdienste/Polizei, der/des Innenministers/Kabinett und dann des Parlaments. Sie alle aber sind angewiesen auf die Mit-Arbeit der Bürger: in wacher Beobachtung, in der Weitergabe von Informationen, in der Bereitschaft, gewisse (!) Einschränkungen der Bürger-Freiheiten hinzunehmen – und vor allem im anhaltenden Gebet um den himmlischen Schutz Gottes durch seine Engel über unserem Land. Christen müssen hier lernen, in Autorität zu beten und ihr Gebet in Vollmacht gegen die „Werke der Finsternis“ zu gebrauchen.

2. Es genügt nicht, die Terroristen dingfest zu machen, vielmehr ist es nötig, die Zielgruppe der jungen Männer in den moslemischen Gettos anzusprechen und ihre Lebensbedingungen deutlich zu verbessern. Darauf weißt Theveßen ausdrücklich hin. Auch darauf, das die Dialogbereitschaft der jungen Moslems in Deutschland stetig sinke. Dies erweitert das personelle Potenzial des Terrors.

Die vermehrten Anstrengungen der Bundesregierung um Förderprogramme zur Integrationsförderung führen daher in genau der richtigen Richtung. Die jungen Männer, sei es in Deutschland, Palästina oder im Irak, die sich als lebende Bomben in den Tod stürzen, sind doch fast immer solche, die von diesem Leben nicht viel oder nichts mehr erwarten. Gebt ihnen Hoffnung und Perspektive – und sie werden sich „die Sache“ anders überlegen.

3. Jede neue Terrorwelle beginnt mit dem Bruch eines bisher unbefragt geltenden Tabus. Die RAF brach das Tabu, hochgestellte Persönlichkeiten zu entführen und zu ermorden – was es bis dahin nicht gegeben hatte. Zwar gab es immer schon Tyrannenmorde, aber die berechnende, ideologisierte Kaltblütigkeit war neu.

Ein vollbesetztes Zivilflugzeug als Waffe zu verwenden und dieses in einen Wolkenkratzer hineinzubohren, war bis zum 11. September 2001 ein unvorstellbarer Gedanke, ein Tabu. Eine Regel der Zivilisation zerbrach an diesem Tag.

Im 2. Weltkrieg gab es im Krieg der USA gegen Japan die gefürchteten japanischen „Kamikaze-Flieger“, die sich mit ihrem Flugzeug als lebendige Bomben auf amerikanische Schiffe stürzten. Dies war im Krieg. Dass diese Methode aber inmitten einer zivilen Gesellschaft als Dauermittel verwendet wird, dass Menschen sich als Bomben verstehen und dass sie dabei möglichst viele unschuldige Zivilisten mit in den Tod reißen wollen – das ist wieder ein Tabubruch der zivilisierten Menschheit.

Aus diesen Erfahrungen der letzten Jahre heraus ist die Angst zu verstehen, dass diese Menschen, die zu allem fähig sind, nie die Möglichkeit erhalten dürfen, an spaltbares Atom-Material, an biologische Erreger (Bakterien, Viren) oder an chemische Kampfstoffe heranzukommen. Das steht unter anderem auch hinter dem Ringen der Staatengemeinschaft mit dem Iran um sein Atomprogramm, da der Iran bekanntlich Terrornetzwerke unterstützt. Die Vorstellung, Terroristen ohne Tabus wären im Besitz von ABC-Waffen, lässt einem das Blut in den Adern gefrieren.

4. Von daher wächst im Westen allmählich auch ein Verständnis für die Abwehrmaßnahmen Israels, das mit diesem Terror auf Leben und Tod ständig konfrontiert ist – sowohl Einzeltätern als auch ganzen Staaten gegenüber.

5. Der islamistische Terror zwingt die islamischen Vereine in Europa mehr und mehr zu einer klaren Positionierung. Wenn von ihnen immer der Unterschied zwischen islamisch und islamistisch verbal hervorgehoben wird und sie selber den Terror als Mittel des Islam ablehnen, dann erwartet eine deutsche Gesellschaft von ihnen auch Taten der Abgrenzung: Demos, Mahnwachen, Protestbriefe etc. Die Deutschen erwarten zumindest von den Moslem mit deutschem Pass eine eindeutige Positionierung zu der Frage: Bist du zuerst ein deutscher Bürger dieses Landes mit seinen Wertvorstellungen oder ein Moslem , ein Jünger des Propheten, der im Koran den Dschihad gegen die Ungläubigen gefordert hat mit dem Ziel der Unterwerfung aller Völker unter den Islam?

6. Ohne eine geistliche Gegenoffensive der Christen in diesem Land bzw. diesem Kontinent, wird Europa dieses Mal schwerlich dem Ansturm des Islam widerstehen können. Es braucht

•  Christen mit Überzeugung und mit gewinnendem Lebensstil

•  Christen, die sich Moslems gegenüber den Mund nicht verbieten lassen

•  Kombinierte Integrationsmaßnahmen des Staates und der Gemeinde

•  Glauben, dass Gott auch Moslems bekehren kann, vor allem die gefährdeten jungen Männer.


GEBET ist nötig

•  Anbetung des Dreieinigen Gottes. Welch ein Privileg, IHN zu kennen, der die Menschen liebt, dem wir uns darum anvertrauen dürfen wie Kinder ihrem Vater.
All dies haben die Moslems nicht. Gott ist ein ferner Gott, dessen Wesen nicht Liebe und Erbarmen ist, sondern Allmacht, der Gehorsam und fraglose Hingabe („Islam“) verlangt. Allah ist streng und entsprechend sind die Gläubigen geprägt.

•  Gebet für die Moslem in unsrem Land, für solche in unserem Umfeld, dass wir eine Phantasie der Liebe bekommen, ihnen was Nettes zu sagen, zu geben oder gar einzuladen. Gottes Segen über ihnen.

•  Es gibt in jeder Sprache der Welt Bibeln und Bibelteile, den Jesusfilm in Videos und DVD bei Campus für Christus (Postfach 100 262, 35332 Gießen) u.a. wir sollten mehr vom Islam wissen und dafür sorgen, dass die Moslem mehr von Jesus erfahren.

•  Lasst uns beten, um die Aufdeckung terroristischer Anschläge

•  Lasst uns beten, dass Wege gefunden werden zwischen der Hamas Regierung und der Regierung Israels, damit der Hass nicht ins Unendliche wächst und die Angst.

•  Lasst uns Buße tun vor Gott für die verletzenden Karikaturen aus Dänemark. Wahre Toleranz lässt den anderen stehen mit Respekt und erhebt sich nicht mit Ironie über ihn. Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, aber Spott verletzt immer. Entschuldigung ist nötig, nicht für die Pressefreiheit, sondern für den zügellosen Gebrauch der Freiheit. Die Bibel spricht von der Zunge als „kleines Glied“, aber „welchen Wald zündet es an (Jak 3,5)“. Nur durch Buße vor Gott und Entschuldigung bei Menschen wird das Feuer gelöscht. Auch kann ich nie der anderen Schuld gegen die meine „verrechnen“.

•  Lasst uns beten für einen Regierungswechsel im Iran. Dieser Präsident hat Israel den Tod gewünscht, er hat dem Gott Israels damit geflucht. Auch wenn er nur gesagt hat, was viele Moslems denken, so geht Gott mit den Leitern anders um als mit den Leuten.
Lasst uns beten, dass sich kein neuer Krieg entwickelt und dass eine Lösung gefunden wird im Streit um die friedliche Nutzung der Atomkraft im Iran. Der Iran strebt eindeutig die Vorherrschaft in der Region an durch atomare Waffen.

5. Lasst uns beten für den Frust und die Perspektivlosigkeit vieler junger Moslem, der sie zu kriminellen Akten aller Art treibt. Lasst uns für eine Chance beten für sie zum Leben.

6. Lasst uns um Schutz beten für unser Land, besonders während der WM vom 9. Juni – 9. Juli, für die Millionen, die kommen, für die „weichen Ziele“ wo immer.

7. Lasst uns beten um Gesetze, die der Realität der gegenwärtigen Bedrohung gerecht werden, aber bewusst so viel wie möglich Freiheit belassen.

8. Lasst uns beten für wache Bürgerinnen und Bürger, die Gefahren erkennen können und melden und die bereit sind Einschränkungen hinzunehmen, wo nötig.

9. Lasst uns darum flehen, dass verbrecherische Menschen, die keine Tabus mehr kennen, nie ABC-Material in die Hände bekommen.

Ortwin Schweitzer

Quellen: Frankfurter Allgemeine Zeitung (versch.), pro 1/2006;

ARD Talkshow Sabine Christiansen vom 19.2.06; Reclams Schauspielführer.