DIE POLITISCHE SEITE

März 2005

 

Deutschland – nur Mut !!

 

So spricht man zu einem Verzagten in einer schwierigen Lebenslage, zu einem, der große Aufgaben vor sich hat, sie zu meistern sich aber nicht traut. So spricht man zu einem, der großes Potenzial in sich hat, dieses aber nicht umzusetzen vermag. „Nur Mut!“ sagen wir und meinen: „Das wirst Du schaffen“.

Genau so steht es um Deutschland. Wir sind in einer schwierigen Situation und die Gründe sind oft genannt (a). Große Veränderungen stehen uns bevor (b). Aber wir haben auch Potenzial, die Aufgaben zu meistern, wenn wir uns dieses Potenzial an Gaben nicht dauern schlechtreden, sondern uns trauen, dieses einzusetzen (c).

„Nur Mut!“ sagt unser Bundespräsident zu uns. „Nur Mut!“ sagen viele Beobachter von außerhalb. „Nur Mut!“ sagt auch Gott zu unserem Land und will, dass wir uns aufrichten und mit den Gaben, die er uns gegeben hat, zuversichtlich den Weg in die Zukunft antreten und anstatt zu jammern und uns hypochondrisch zu bemitleiden, anfangen, die Ärmel hochzukrempeln und an die Bewältigung der Probleme zu gehen. Wir sind besser als wir denken. Dieser Artikel will von dem „anderen Deutschland“ reden, von einem Land, das sich traut, das seine Gaben erfaltet, das aufsteigt im Wohlgefallen und Segen des Herrn.

 

Vom Erbe der Väter

Und sofort rührt sich der deutsche Reflex: Dürfen wir als Deutsche Spitze sein? Werden wir dann, wenn wir uns erheben, nicht gleich wieder überheblich? Haben wir noch immer nicht aus der Geschichte gelernt: Nie wieder „Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt“?

Es ist etwas wie eine masochistische Selbstzerfleischung in uns Deutschen, uns schlecht zu machen, gute Ansätze abzuqualifizieren, uns selber zu demütigen. Es gibt in uns einen Hang zur Destruktion.

Ohne Absage an diese Mentalität, diesen „Geist der Zerstörung“, können wir nicht durchbrechen zur Freude an Deutschland und zum Mut, die Zukunft zu gestalten.

Die deutsche Identität ist uns von Gott geschenkt, wie jedem anderen Volk die seine. Gott will, dass wir diese Identität ergreifen mit allem was sie enthält an Geschichte und an Gaben. Auch an Geographie im Herzen Europas.

Wir sagen, wenn wir Ja sagen zur deutschen Identität, Ja zu unserer Geschichte. Das beinhaltet Hitler und das 3. Reich. Es beinhaltet aber auch Goethe und Luther und Bach. Wenn Gott sagt: „Nur Mut!“ dann will er, dass wir lernen, bei dem Mut der Väter und Mütter unseres Volkes vor Hitler anzuknüpfen, die deutsche und europäische Geschichte geschrieben haben. Ihr Erbe gilt es anzutreten und zu mehren.

Ihr Erbe antreten und weiterführen heißt, die Gaben Gottes in unserem Volk, das riesige Potenzial erkennen, benennen und freisetzen. Natürlich haben die Nazi diese Gaben auch gekannt und benannt und benützt. Aber werden Gaben deswegen falsch, weil sie mal falsch und zum Fluch eingesetzt wurden? Nicht bei Gott! „Denn Gottes Gaben und Berufungen können ihn nicht gereuen“. Rm 11,29

Also lasst uns Gottes Gaben und Berufung für Deutschland neu ergreifen und dankbar dafür sein. Gott hat uns ein Zeichen seiner Vergebung für unsere nationale Schuld gegeben und zwar in der Wiedervereinigung. Und so sollen wir von daher dankbar leben. Gott will Deutschland segnen und zum Segen setzen.
Ihr Deutschen – habt Mut!

Wer seinen Vater hasst, hat keine Heimat hier auf Erden – das gilt individuell wie national. Wer aber das Erbe seiner Väter ehrt, hat Frieden. (4. Gebot!)


Unsere Gaben als Deutsche

 

Die Stuttgarter Zeitung brachte dazu Ende des letzten Jahres eine interessante Artikelreihe heraus und zählte als „Deutsche Tugenden“ acht Wesenszüge der Deutschen auf:

  1. „Es brennt mein Eingeweide“ – die zehrende Sehnsucht.
  2. Fortschritt im Zeichen des Ethos – der Erfindergeist.
  3. Der Strom rauscht in unterirdischen Höhlen – Tiefsinn.
  4. Barbarei und Bedürfnis – Gemütlichkeit.
  5. Einer kommt immer zu spät – die Pünktlichkeit.
  6. Und täglich duscht der Mann!?! – die Sauberkeit.
  7. Unedle und schändliche Leidenschaft – Sparsamkeit.
  8. Abschied von der Hasenschule – Gründlichkeit.

 

Sind das nicht gute Gaben? So sind wir Deutschen, so kennt uns die Welt. So schätzen sie uns und so lächeln sie über uns. Denn jede dieser Eigenschaften kann positiv und negativ gelebt werden. Die Entscheidung liegt aber bei uns.

 

Deutschland – nur Mut!

•  Deine „zehrende Sehnsucht“ macht dich zum Weltmeister im Verreisen. Pass aber auf, dass du dabei nicht vor dir selber fliehst.

•  Dein Erfindergeist ist ungebrochen und deine Tüftler sind mit die fleißigsten auf der Welt: 22700 Patente wurden 2003 beim Europäischen Patentamt angemeldet, weit vor jedem anderen europäischen Land, Platz 2 in der Welt.

•  Dein Tiefsinn ist sprichwörtlich, darum nennt man dich „das Land der Dichter und Denker“, der Poeten und Philosophen; auch die Reformation kam aus diesem verborgenen Strom des Herzens. – Aber gib Acht, dass du mit deinem „Tiefsinn in unterirdischen Höhlen“ dich nicht mit unendlichen skeptischen Rückfragen durchlöcherst und alles Gute wieder zerredest. Genieße deinen Tiefsinn, aber lass ihn nicht über dich herrschen. Und – bitteschön! – vergiss dazwischen das Lächeln nicht. Es ist nicht alles „grundsätzlich“ ?

•  Freu dich auch an der Gemütlichkeit. Kein Volk kann Weihnachten feiern so wie du. „Gemüt“ kann nicht übersetzt werden und „Stille Nacht, heilige Nacht“ ist in aller Welt bekannt als ein deutsches Lied. – Pass aber auf, dass diese Gemütlichkeit nicht zur bürgerlichen Sattheit verkommt. Zum Sicherheitsbedürfnis und Angst vor Risiken und nötigen Reformen.

•  Freu dich an deiner Fähigkeit und Liebe zur Pünktlichkeit. Ein Großteil deiner Erfolge in der Welt beruht darauf, dass man sich auf dich verlassen kann. Die Zuverlässigkeit und Unbestechlichkeit deiner Administration in Staat und Wirtschaft ist weltweit einzig. Sei zuverlässig. Gott sucht an den von Ihm Begabten nicht große Pläne, sondern große Treue. – Aber sei dir bewusst, dass andere Völker anders sind und erhebe dich nicht in Hochmut über sie, denn sie sind dir in anderem voraus.

•  Wenn Ausländer zu uns kommen, staunen sie, wie sauber Deutschland ist. Gekehrt, geordnet, geregelt, alles hat „seine Ordnung“. So sind wir Deutschen. Wir brauchen das. Sonst könnte ja das Chaos ausbrechen. Alles wird gut organisiert. Sogar die Entspannung. Ach, Deutschland, lächle! – Aber um ihrer sauberen Organisation willen holt man die Deutschen überall dahin, wo es das Chaos zu besiegen und das Leben zu ordnen gilt.

•  Sparen ist ein Zeichen von Selbstbeherrschung, ist Konsumverzicht, Verzicht auf Befriedigung momentaner Gelüste. Sparen muss aber ein Ziel haben, sonst wird es zum Geiz. Geiz aber ist besessen sein vom Mammon, vom Geist des Raffens. Deutschland, der Maßstab für deine Sparsamkeit ist deine Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit den Armen gegenüber. Deine Gebefreundlichkeit für die Tsunami-Opfer hat dich ein Stück freier gemacht vom Geist des Geizes. Lerne sparen, geben, und ausgeben zur rechten Zeit.

•  Deutschland, die Qualität deiner Produkte, die gründlichst geprüft sind, hat dich zum Weltmeister im Export in alle Welt gemacht. Wuchere mit dieser Gabe, sie ist vielleicht dein größtes Kapital. – Aber sie kann auch zum Bösen missbraucht werden: denke an Auschwitz.

Einige mutmachende Fakten aus der Wirtschaft

 

Die Zeitschrift „Stern“ machte sich in ihrer Nr. 27, 2004 unter dem Titel: „Wir sind besser, als wir glauben“ die Mühe, Fakten und Voten aus der Wirtschaft zusammenzutragen, von denen man sonst nichts hört. So heißt es dort (S. 29): „Die Stuttgarter Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hat dieses Frühjahr mehr als 500 international aufgestellte Firmen nach den besten Wirtschaftsstandorten befragt. Das verblüffende Ergebnis: Platz drei für Deutschland – hinter dem boomenden Riesenreich China und der Supermacht USA!

Woran liegt das? Eine andere Umfrage derselben Gesellschaft brachte es zum Vorschein. Über einen guten Standort entscheiden eben nicht nur die Lohnkosten, Lohnnebenkosten, die Flexibilität des Arbeitsrechts und die Verfügbarkeit von Land, wo Deutschland zweifellos am unteren Ende rangiert. Ebenso, wenn nicht noch wichtiger sind für Standort-Entscheidungen aber noch ganz andere Kriterien. Darin belegt unser Land Spitzenplätze. Gefragt wurde, welches europäische Land bei den jeweiligen Kriterien das Beste sei (in %):

•  Transport und Logistik: 1. Platz, 50%

•  Forschung und Entwicklung: 1. Platz, 43%

•  Infrastruktur, Telekommunikation: 1. Platz, 42%

•  Qualifikation der Arbeitnehmer: 1. Platz, 40%

•  Attraktivität des Binnenmarktes: 1. Platz, 39%

•  Potentielle Produktivitätszuwächse: 1. Platz, 17%

•  Verfügbarkeit von Fördermitteln: 1. Platz, 16%

•  Politische Stabilität und Rechtssicherheit: (hinter England) 2. Platz, 24%

•  Lebensqualität: (hinter Frankreich): 2. Platz, 23%

•  Zugang zu Finanzinvestoren: (hinter England): 2. Platz, 15%

 

Beim jährlichen Global Competitiveness Report des Weltwirtschaftsforums lag Deutschland international mit Rang 13 von 102 beteiligten Nation auch nicht schlecht.

Was auffällt ist, dass die Beurteilung Deutschlands von außen weit günstiger ausfällt, als unsere Selbstbeurteilung. Mir fällt auf: Franzosen neigen dazu, Frankreich über zu bewerten, Engländer lieben das „understatement“ und schmunzeln vielsagend dabei, wir aber glauben, das wir tatsächlich so schlecht dran sind, wie wir jammern.

Zitat des deutschen Spitzenmanagers des Weltkonzerns General Electric, Thomas Limberger, als es um die Errichtung eines europäischen Forschungszentrums ging (S. 31): „In Deutschland haben wir die Leute gefunden, die wir brauchen. Deutschland ist nach wie vor Weltklasse bei Innovation und Technologie, etwa bei regenerativen Energien, Nanotechnik, neuen Werkstoffen und bildgebender Diagnostik“.
Deutlich scheint mir persönlich nach dem bisher Gesagten, dass Deutschland auf Grund seiner Lohnkosten, Lohnnebenkosten und seinem Arbeitsrecht in der Massenproduktion alle Standortnachteile vereinigt, die das Produkt teuer machen. Diese Produktionen werden daher konsequent in Billiglohnländer verlagert. Alle Qualitäten Deutschlands vereinigen sich aber, wenn es um die Produktentwicklung geht: von der Erfindung über die Entwicklung bis hin zur Herstellung des Prototyps durch hochqualifizierte Arbeitskräfte – hier liegt Deutschlands Stärke.

Das bedeutet aber für die Zukunft: Bildung, Ausbildung, Fortbildung, Spezialisierung, Know-how auf möglichst vielen Feldern. Hier kommt Deutschland das Vorhandensein eines sehr spezialisierten breiten Mittelstandes zugute mit Firmen, die z.T. Weltführer in irgendeinem Spezialprodukt sind. (Beinprothese, Zierfischfutter, Seifenblasen etc. (S: 32)).

 

Zukunftsprognosen für Deutschland?

Im Stern-Artikel, S. 34 steht das Ergebnis von Einschätzungen von Wirtschaftsforschern der Prognos AG, die 10 Branchen nennt, in denen in den nächsten 15 Jahren überdurchschnittliche Zuwächse und d.h. meist auch neue Jobs zu erwarten sind (Umsatzsteigerung % / Jobs %):

•  Gesundheits- und Sozialwesen 53% / 14%
“Seniorenmarkt“ für Pflege und Versorgung

•  Logistik und Tourismus 70% / 18%
Die Welt wächst zusammen

•  IT Software und Datenverarbeitung 69% / 18%
Sichere Netzwerke


 

•  Versicherung 49% / 5%
Private Absicherung

•  Kraftwerktechnik 47% / -10%
Neue Technologien

•  Nachrichtenübermittlung 80% / 8%
Sichere Festnetz- und Mobilfunknetze

•  Luft- und Raumfahrt 60% / 8%
Flugzeug als Massenverkehrsmittel

•  Dienstleitungen für Unternehmen 59% / 21%
Aus Firmen ausgegliederte Dienste

u.a.

 

Wenn sich Deutschland zurück rufen lässt zu seinen alten Tugenden von Fleiß, Eifer und Zuverlässigkeit, kann es durchaus seinen Spitzenplatz in der Welt erhalten. Es hat schon begonnen, indem betrieblich geregelt z.T. mehr als 35 Stunden gearbeitet werden darf und weniger Krankmeldungen gemacht werden als je zuvor.

Die Zukunft hat schon begonnen. Packen wir's an!

Ich meine, dass Bundespräsident Horst Köhler uns darin ein Vorbild und Ermutiger ist. Er hat Deutschland von außen sehen gelernt. Und seine Hoffnung für Deutschland wurzelt in einem starken Glauben an Gott.

 

 

Einige mutmachende Fakten aus dem Reich Gottes

 

„Ihr werdet erfahren, dass ich der Herr bin, wenn ich so an euch handle zur Ehre meines Namens und nicht nach euren bösen Wegen und verderblichen Taten“ Hesk 20,44.

 

Gott ist nicht verborgen, was in diesem Land alles gesündigt wird. Aber er hört die priesterlichen Beter, die stellvertretend „in den Riss treten“ für unser Land. Und er sieht Deutschland an in Jesus, der sein Blut auch für uns vergossen hat, das Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt.

Wie anders könnte es sein als so, wenn wir erkennen, was Gott tut im Land? Wenn wir nur zurückschauen auf die letzten 10 Jahre – was hat sich alles verändert! Hier ein paar Beispiele (nicht in zeitlicher Reihenfolge!):

 

•  Die Zahl der Gemeindegründungen in Deutschland ist kontinuierlich gewachsen. Neben den Großkirchen und etablierten Freikirchen gibt es einen wachsenden Sektor neuer Gemeinden, die z.T. rasch wachsen. Ablesbar ist diese Entwicklung am Anschwellen der Besucherzahl der jährlichen, gesamtdeutschen Pastorentreffen in Stuttgart oder Berlin mit bis zu 800 Teilnehmern.
Die älteren dieser Gemeinden (10-20 Jahre) haben in den letzten Jahren überall in Deutschland schöne neue Gemeindezentren mit großen Gottesdiensträumen gebaut.

•  Eine Annäherung zwischen diesen neuen Gemeinden und den ACK-Kirchen ist vor Ort und auf regionalen Seminaren zu beobachten.

•  Erweckliche Impulse aus Amerika und Kanada erreichen unser Land und hinterlassen Spuren (Toronto, Pensacola, Promise Keepers). Im Land etablieren sich Willow Creek, Pro Christ und Jesus House (für die Jugend) als ständige Einrichtungen.

•  Nachhaltige Wirkung zeigen die Besuche von John Mulinde aus Uganda und David Demian aus Kanada. Es entstehen neue Bewegungen.

•  Seit Februar 2000 sammelt der Wächterruf Beter in über 200 Gruppen, die sich verpflichten, regelmäßig monatlich an einem bestimmten Tag zu einer frei gewählten Stunde für Deutschland zu beten. Die Wirkungen sind erkennbar in Politik und Gesellschaft.

•  Neben der Fürbittebewegung ist eine unübersehbare Zahl von gemeindlichen Anbetungsbands entstanden, d.h. Anbetung und Lobpreis ist in den Gemeinden zu Hause. Ein breiter Strom von Liedern entsteht, gespeist aus vielen Quellen. Schulungen werden angeboten. Auch qualitativ ist ein zunehmender Tiefgang in den Anbetungsliedern spürbar.

•  Eine noch nie in dieser Größe vorhandenen Koalition zwischen über 50 Kirchen, Werken und Kommunitäten bildete sich in der vorösterlichen Fastenzeit 2004 unter dem Titel „40 Tage beten und fasten für unser Land“. Wiederholung 2005. Eine nach Zehntausenden zählende Beterschar entstand.

•  Es entstand eine neue Jugendbewegung „The Call“, die mit großer ernsthafter Hingabebereitschaft Jüngerschaft lebt.

•  Hand in Hand mit ihr die neu entstandene „Väter-Mütter-Bewegung“, die viele Männer und Frauen schon ermutigt hat, für die jüngere Generation geistlich und auch menschlich Verantwortung zu übernehmen und ihnen den Rücken zu stärken für ihren Aufbruch nach vorne.

•  Einen erstaunlichen Aufbruch erleben wir z.Zt. in Bezug auf dramatische Heilungen, wie wir sie in Deutschland bisher noch nicht gesehen haben. Einzelpersönlichkeiten, aber auch Teams (Healing Rooms) werden von Gott gebraucht für Spontanheilungen oder Heilungen nach treu wiederholtem Gebet.

•  Die ev.-luth. Kirche und die röm.-kath. Kirche gelangen zu einer „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“. Ein 500 Jahre alter Graben wird überbrückt. - 2003 fand in Berlin der 1. ökumenische Kirchentag statt. – 2004 vereinigen sich zehntausend ev., kath. und freikirchliche Christen zu einem „Europatag“ und verabschieden eine gemeinsame Erklärung zu Europa.

•  Die Pfingstkirchen halten zu Pfingsten 2003 eine große Europakonferenz in Berlin ab.

•  Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), die EKD, die Deutsche Bischofskonferenz und viele Werke und Verbände riefen 2003 ein „Jahr der Bibel“ aus, was bis in die Medien hinein Echo fand und aufgenommen wurde, wie natürlich in vielen Gemeinden.

•  Es ist zu beobachten, wie sich die Medien mehr und mehr auch für christliche Angebote öffnen und diese senden. Dem entspricht eine zunehmende Offenheit im Volk für religiöse, auch christliche Angebote. Mehrere neue christliche Sendeanstalten sind auch entstanden und senden z.T. rund um die Uhr.

•  Gott schenkte uns in Johannes Rau einen bekennenden Christen an die Spitze unseres Landes; und mit Horst Köhler einen Christen, der bekennt, der politisch, aber auch geistlich Türen aufstößt, was spürbar ist im Land.

•  Es erschien im vergangenen Jahr ein Buch , in dem 56 Politiker aus allen Parteien eine Bibelstelle nannten, die ihnen persönlich etwas bedeutet und dies in einem kurzen Kommentar begründeten. Etliche bekannten klar ihren Glauben an Gott. Ergebnis: Es gibt mehr Glauben unter den Politikern als man von der Zeitung her vermutet.

•  50 Jahre nach Kriegsende machten sich Christen aus Deutschland zu den so genannten „Versöhnungswegen“ in alle Länder Europas auf, um dort um Vergebung zu bitten. Und Gott hat Tränen der Reue und Dankbarkeit gegeben, die heilend waren.

 

Gott ist dabei, sein Volk zu sammeln und sie in Einheit zusammen zu bringen. Er gibt neue offene Türen hinein in die Gesellschaft, Medien, Politik und Wirtschaft, wie sie bisher nicht bestanden haben. Evangelisation und Heilungsauftrag verbinden sich wieder.

Das Gebet wird neu entdeckt als Motor aller geistlichen Bewegung.

Gott ist groß! Deutschland – fasse Mut!


GEBET

 

Was will Gott für Deutschland?

•  Er will ein Land sehen, das ihm dankbar ist für alle, alle seine Wohltaten von Anfang an.

•  Er will, dass sich die Deutschen endlich abkehren von ihrem Kleinmut, Selbstkasteiung und Kritikgeist und lernen, Gott zu vertrauen und mutig zu sein. Er will, dass wir diese Lähmung aus Angst vor der Zukunft ablegen und wissen: Unser Gott sorgt und hat einen Weg für uns. Er will, dass wir endlich aufhören alles schlecht zu reden, sondern zustimmen und Verbesserungen auf dem Weg dann einbauen.

•  Er will, dass wir täglich umkehren zu Ihm und uns und dieses Land ihm unterstellen. Er will uns vergeben, sooft wir zu ihm kommen und will ein „entfluchtes“ Land aus uns machen.

•  Er will unserem Volk auf breitester Ebene seine Herrlichkeit und seine Liebe zeigen. Sein Geist hat schon so viele Herzen geöffnet, die warten, dass jemand kommt und ihnen das Evangelium sagt. Gotteserkenntnis soll strömen wie das Wasser und Frieden mit Gott das Land bedecken wie ein Meer.
Er will nicht tote Moral, sondern dass aus der Erkenntnis des lebendigen Gottes alte Werte neu entdeckt werden.

•  Gott will die Identität Deutschlands heilen, dass seine Bewohner fröhlich wieder das sind, wozu ER sie gemacht hat und was sie sein sollen: Deutsche.

 

Denkt beim Beten an die Vision: „Die Rechte des Herr ist erhöht“.

Denkt an die 3-fach bestätigte Verheißung von Jesaja 60,1-2.

Lasst uns unter Verheißung beten und lernen, fröhliche Deutsche zu sein.

Wir haben dazu jeden Grund.

Ortwin Schweitzer

Persönliche Nachbemerkung des Autors

 

Immer wieder werde ich landauf, landab von den Lesern der „Politischen Seite“ angesprochen, weil sie mir sagen wollen, wie hilfreich sie diese Lektüre empfinden. Diese Kombination von präziser Information und geistlicher Deutung sei eine Marktlücke, die mit dieser Publikation ein Stück weit für sie geschlossen würde. Das freut mich, denn genau dies ist meine Absicht.

Auf Grund solch zufriedener Äußerungen wage ich es, nun auch eine Bitte auszusprechen: könnten Sie mir vielleicht bei der Finanzierung dieser Arbeit helfen? Die „Politische Seite“ ist umsonst und soll es auch in Zukunft bleiben. Die Herstellung und der Versand (ca. 120 Briefe per Post und mehrere hundert Mails ) kosten mich Personal- und Portokosten. Meine ganze Arbeit wäre ohne die Mitarbeit von 1,5 Gering-Verdienerinnen niemals leistbar. Mein Büro in Leinfelden-Echterdingen ist unterschieden vom Büro des Wächterrufs in Stuttgart und läuft bisher ausschließlich auf meine Kosten. Wir haben getrennte Büros, da ich noch weit mehr mache als die Mitarbeit im Wächterruf. Ich nenne meine Arbeit „Beter im Aufbruch“. Sie gehört als ein Zweig zur „Adoramus-Gemeinschaft e.V.“, deren Leiter ich bin und deren Geschwister geistlich fest hinter meiner Arbeit stehen.

Obwohl die Mitarbeiterinnen meines Büros auch viel für den Wächterruf tun, habe ich im Dezember trotzdem bei den Empfängern des Wächterrufs nicht für mich, sondern für das Stuttgarter Büro um eine finanzielle Unterstützung gebeten, da dort das Geld für die Anstellung einer Teilzeit-Sekretärin unmittelbar nötig war.

Die Finanzierung meiner Mitarbeiterinnen wurde bisher vorwiegend von Einzelspendern aus meiner früheren Arbeit getragen. Ich dachte aber nun, dass es wohl gerechtfertigt ist, wenn ich die Empfänger meiner gegenwärtigen Arbeit auch einmal um eine Spende bitte d.h. sie teilhaben lasse an dem Segenskreislauf des Gebens und Nehmens; zumal da ich weiß, dass viele von ihnen schon lange gerne einmal etwas gegeben hätten.

Somit gebe ich Ihnen jetzt einfach die Kontonummer meiner Arbeit an und jeder fühle sich fei zu geben, was er fröhlich geben kann, weil – wie es heißt – Gott einen „fröhlichen Geber“ lieb hat. Und wer wollte nicht von Gott geliebt werden?

 

Adoramus-Gemeinschaft e.V.; Volksbank Rems; BLZ: 602 901 10; Konto: 280 098 006

Zweck: Beter im Aufbruch, Politische Seite
Wer eine Spendenquittung wünscht, muss bitte seine ganze Adresse angeben.

Die „Politische Seite“ ist ein selbständiger Teil des Gebetsbriefes „Wächterruf“ und muss daher extra bestellt werden bei Dorothea Best, Wielandstr. 16, 74348 Lauffen; dhbest@web.de .
Die „Politische Seite“ erscheint auch auf meiner Homepage < www.beter-im-aufbruch.de.vu >

 

Vgl. dazu mein Buch: Deutschland – meine Liebe, Gottfried Bernard Verlag, Solingen 2003, I + IV Teil

Stuttgarter Zeitung Nr. 300-304 (2004), Nr. 1-3 (2005)

Reimers/Jüsten, Suchet der Stadt Bestes. Politikerbibel. Wittig Verlag, Kiel 2004

Kann bei mir bestellt werden: Ortwin Schweitzer, Erlachstr. 45, 70771 Leinfelden-Echterdingen, ortwin.schweitzer@t-online.de