DIE POLITISCHE SEITE
April 2004

 

A      Brennpunkte für das Gebet:

11. Die Medien  und  12. Die Kunst

B      Terrorismus

11. Die Medien

Problemverhalten:
Meinungsmacht und Meinungsmache.
Die vierte Gewalt im Staat – aber ohne Kontrolle wie die anderen drei (Parlament, Regierung, Justiz, die sich gegenseitig kontrollieren).
Permanente Miterzieher der Nation, besonders der Kinder.
Wertevermittler – aber welche? Wer steuert?
Was ist  denn „wahr“? Selbst „Dokumentationen“ sind vom Redakteur durch Ausschnitte und Kommentare manipulierte, völlig subjektive Darstellungen.
Unterhaltung – erlaubt ist, was gefällt (Gewalt, Sex und Oberflächlichkeit).
Profil, Profit und Einschaltquoten. Bad news are good news.
Internet: Unbegrenzte Möglichkeiten der Information. Zeitverlust ohne Ende, Kommunikation virtuell, aber nicht mehr real. Virus- und Hackerkriminalität. Pornoschlammflut.

Gottes Wesen:
ICH bin die Wahrheit.
Gott als reales, nicht virtuelles Gegenüber. „Ich bin, der ich bin.“

Gottes Wort:
Du sollst kein falsch Zeugnis reden.
„Evangelium“ = Die gute Nachricht (good news is good news)

Gottes Wille:
Wahrheit! d.h. kann meine Berichterstattung vor Gottes Augen bestehen?
Lachen erlaubt! Aber, kann meine Unterhaltung vor Gott bestehen?

Freiheit der Äußerung, aber in Verantwortung vor Gott.
Information und Bewertung, aber von Gottes Maßstäben her.
Respekt vor der Würde des Menschen vor Einschaltquoten und Auflagenhöhe.

Gebetsthemen:
Für alle Christen in den Medien.
Christen als Preisträger und Trendsetter. Gute Produktionen. Sponsoren für ihre Produkte.
Beeinflussung des Volkes zu guten Werten.
Neubelebung des Themas „Glaube an Jesus“ in den Medien. Neuester Film: „The Passion“.
Durchdringung der Medienzentralen mit Gebet durch Christen, von drinnen und von außen.
Anleitung der Verbraucher zum verantwortlichen Umgang mit den Medien, für Kinder und Erwachsene.
Geistliche Schutzmauer gegen die heimliche Versuchung durch Porno im Internet.

12. Die Kunst

Problemverhalten:
PROMETHEUS d.h. Der Mensch selber als Schöpfer und Rebell gegen Gott.
Bedürfnis nach Originalität gegenüber anderen und gegenüber allem Bisherigen. Brillieren wollen.
Wenig Demut.
Angst vor der „heilen Welt“.
Darstellung der „kaputten Welt“. Hohe Sensibilität für das Leiden, die Gewalt und das Unrecht in der Welt. Dadurch offen für Negatives bis hin zum Okkulten.
Innenwelt der Künstler als Quelle des Schaffens: Was ist, wenn diese Welt aber verderbt ist?
„Be different“ – Arroganz. Unterschiedensein Wollen als Lebensmuster.
Kunst als Religionsersatz.

Gottes Wesen:
Schöpfer des Kosmos, Schöpfer allen Seins.
„Kosmos“ heißt wörtlich beides: Ordnung und Schönheit.
Der Mensch als Eben-Bild Gottes. Gott als Inspirator für den Künstler.

Gottes Wort:
Was hast du, was du nicht empfangen hast?
Der Tempelbau als ein Muster göttlichen Kunstsinnes.

Gottes Wille:
Soli deo gloria = Gott allein die Ehre.
Kreativität als Gabe: Kreation aus Freude.
Kunst als Dankesgabe an den Schöpfer und nicht als Selbstverherrlichung.
Originalität pur ohne Verkrampfung in dem Versuch, ohne Gott originell sein zu müssen.
Prophetisch – visionärer und heilender Dienst der Kunst an der Gesellschaft.

Gebetsthemen:
Dank für die Gabe der Kreativität bei den Menschen (allgemein); Dank für Schönheit und Ordnung (Harmonie).
Dank für künstlerische Berufungen bei einzelnen.
Bitte für Kunstbegabte, dass sie ihren Geber erkennen.
Erfüllung der Künstler mit dem Heiligen Geist in allen Künsten.
Bewahrung und Bestätigung unter ihren Kollegen.
Ausreichende finanzielle Versorgung.

 

B      Terrorismus

Information

„Krieg“
ist der politische Wille mit Mitteln der Gewalt ein Ziel zu erreichen. Stimmt diese Definition, dann ist der gegenwärtige islamische Terror ein Krieg. Der 11. September 2001 war die Kriegserklärung, die Präsident Bush auch so verstanden und erwidert hat. Das Ziel dieses Krieges sind von islamischer Seite die USA, ihre Verbündeten und eigentlich der ganze „Westen“. Es ist für den Islam eine ungeklärte theologische Frage, warum der christlich geprägte Westen in seiner ganzen Gott-losigkeit (Säkularismus) und moralischen Fäulnis in dieser Weise so dominant und beherrschend in dieser Welt sein darf. Darum ist es das politische Ziel der Islamisten, den Westen zu destabilisieren, zu Fall zu bringen und endlich zu besiegen, um die Weltherrschaft Allahs aufzurichten. Auch wenn dies bei den unter uns lebenden Muslimen nicht deutlich wird, so ist doch die Weltherrschaft des Islam im politischen Sinn das Ziel dieser Religion. Insofern kann man schon auch von einem „Kampf der Kulturen“ sprechen, was im Koran ausdrücklich als Dschihad, als „heiliger Krieg“ beschrieben wird, wobei die Mittel sehr friedlich aussehen können, die Intention aber eindeutig ist. Dies sagen alle Islamexperten, die nicht Sand in die Augen streuen.
Auf diesem Hintergrund war der Irakkrieg der USA und ihrer Verbünden Wasser auf die Mühlen der Terroristen und führte ihnen in Scharen junge Muslime zu, die bereit sind für Allah zu sterben.

Kampf-Methoden
In diesem Krieg gibt es keine offenen Feldschlachten und Territorialgewinne mehr. In diesem Krieg geht es um die sog. „Weichen Ziele“ d.h. Orte, wo regelmäßig täglich viele Menschen zusammen kommen wie Märkte, Bahnhöfe, U-Bahnen, Flughäfen etc. und die darum auch kaum vollständig zu schützen sind. Das Unerwartete, der Schock, die Toten und noch mehr die Verletzten sollen die Gesellschaft (westliche, demokratische) untergraben und demoralisieren. Angst zuerst, dann Ruf nach Sicherheit, dann Protest gegen eine Regierung „die es nicht schafft, ihre Bürger zu schützen“, Sturz der Regierung etc. Und wenn nicht auf diese Weise, dann durch große wirtschaftliche Verluste bei Staaten, die ganz auf die Einnahmen aus der Touristik angewiesen sind.
Der „Terror-Krieg“ hat zwar auch geographische Kampfziele gehabt wie Afghanistan oder den Irak. Diese sind aber als Kampfmethode im „Terror-Krieg“ eher sekundär.

Gegenmaßnahmen
Demokratien tun sich grundsätzlich schwer, Krieg zu führen. Da Demokratie auf der Freiheit seiner Bürger beruht, ist der Krieg gegen einen solchen Gegner noch schwieriger, weil ganz offensichtlich bisher verbriefte Rechte vom Staat zurück genommen werden müssen. Im Zuge dessen sind die USA auf dem besten Weg, ihren Namen als Vorzeige-Demokratie zu verlieren. So ist z.B. ein Buchhändler verpflichtet, den Namen eines Käufers zu erfragen, der ein islamisches Buch kauft oder sich dafür interessiert.
Auch in Deutschland wurden nach dem 11. September 2001 Gesetze zur besseren Kontrolle eingeführt d.h. es wurden bisherige Gesetze eingeschränkt.

·        Eine Zentralstelle auf EU-Ebene soll eingerichtet werden.

Alle westlichen Demokratien vollziehen hier eine Gratwanderung zwischen Bürgerfreiheit und Bürgerschutz; und auch zwischen Mobilisierung der Wachsamkeit und Abwehr von Angst und Hysterie. Natürlich liegen auch viel mehr Erkenntnisse bei den Sicherheitsdiensten vor als bekannt gegeben werden in der Tagesschau. Aber sind sie echt? Soll eine Warnung an die Bürger  (vor einem Reiseziel) schon ausgesprochen werden oder ist die Information eine „Ente“ (n. t. = non testatum, nicht bestätigt). Man spürt diese Anspannung an den Gesichtern und der Art des Redens der verantwortlichen Minister (Schily, Beckstein u.a.).

Hintergründe
1. Politisch
Durch die erkennbare Strategie der Terroristen, die Staaten besonders ins Visier zu nehmen, die mit den Amerikanern oder Israel verbunden sind, bewirken sie Überlegungen bei den Staaten und ihren Regierungen, wo sie sich möglichst aus dem Schussfeld der Terroristen heraushalten können. Ohne dies nach außen hin zu erklären, richtet sich Politik damit aus: islamfreundlich bzw. israelfeindlich, mindestens nicht freundlich. Die „freie Welt“ ist durch die Terrorangst gar nicht mehr so „frei“. Sie muss sehr aufpassen, nicht erpressbar zu werden.
2. Innenpolitisch
Unter dem Druck der Terrorgefahr können in Zukunft beliebig alle Bürgerrechte allmählich mit dem Argument der „öffentlichen Sicherheit“ einkassiert werden. Der Terror ist von dieser Seite her eine viel größere Bedrohung für die freien Demokratien als von den Bomben her. USA ist hier ein abschreckendes Beispiel und die Willkür der Regierung etwa im Umgang mit den Gefangenen in Guantanamo ist mit gar nichts zu  rechtfertigen. Hier ist der Übergang  von Demokratie zur Autokratie (Alleinherrschaft) schleichend.
Deutschland ist hier weniger gefährdet, da kein Politiker einem deutschen Kanzler kurzerhand „Ermächtigungsgesetze“ als Persilschein nochmals ausstellen wird. Dennoch ist Wachsamkeit geboten.

Gesellschaftlich
Deutschland ist ein Einwanderungsland geworden mit ca. 10% nicht deutschstämmigen Ausländern, darunter über 2 Mio. Moslem, die meisten davon Türken.
Der islamistische Terror hat den Islam der deutschen Bevölkerung als Problem, ja als Gefährdung ins Bewusstsein gebracht. Dies bedeutet eine Verschärfung des ohnehin schon vorhandenen Fremdheitsgefühls – auf beiden Seiten. Der „Kopftuchstreit“ tat ein Übriges. Die Spannungen zwischen deutschen und türkischen Schülern und die Gewaltbereitschaft (zwischen ihnen) nehmen zu d.h. im Kleinen ein „Kampf der Kulturen“.
So sehr es richtig ist, dass jeder Terrorist ein gläubiger Moslem ist, so falsch ist es, dass jeder Moslem ein verkappter Terrorist sei. Es müssen in dieser Situation gesellschaftlich bewusst Brücken der Freundlichkeit gebaut werden – natürlich von beiden Seiten.
Der Innenminister richtet zu Recht an die moslemische Bevölkerung in Deutschland, sofern sie die Freiheit bei uns schätzen, den dringenden Appell, dass sie mit unseren Sicherheitskräften zusammenarbeiten und zur Enttarnung der Islamisten beitragen und sich an dieser Stelle nicht als Moslem mit ihnen solidarisieren und sie etwa nicht melden, wo dennoch Verdachtsmomente auftauchen. Wer als Moslem einen Terroristen deckt, weil er ein Moslem ist, wäre seiner deutschen Staatsbürgerschaft nicht wert, da sie eine gemeinsame Bemühung aller um den Erhalt der Freiheit ohne Angst beinhaltet. Nicht nur in internen Predigten der Mullahs, sondern öffentlich erkennbar müssen sich die Muslime und ihre Führer von den terroristischen Glaubensbrüdern abgrenzen, wenn sie glaubhaft machen wollen, dass nicht der Islam als Ganzes aggressiv und gefährlich sei. Denn immerhin hat ihr Religionsstifter Gewalt propagiert und selber ausgeübt, während der der Christen Gewaltverzicht propagiert und die Gewalt selber erlitten hat.

Geistlich
Andreas Baumann beschreibt in seinem Buch „Der Islam – Gottes ruf zur Umkehr“ (Brunnen Verlag, Basel 2003), wie durch die Jahrhunderte hindurch der Islam seit seiner Entstehung im 7.Jh. ein Spiegel christlicher Defizite war. So auch heute.
Im Angesicht einer von vielen Zweifeln durchlöcherten Glaubenssubstanz der Christen erscheint ein moslemischer Glaube von todesbereiter Aufopferung und unerschütterlicher Gewissheit.
Im Angesucht eines Christentums, das keine Mission, allenfalls einen sehr toleranten Dialog führt, erscheint ein Islam mit einer Gewissheit von Wahrheit und einem Anspruch auf Weltherrschaft.
Im Angesicht eines Christentums, das sich trotz klarer biblischer Aussagen über ein Jenseits in Herrlichkeit, nicht mehr traut, von einer jenseitigen Freude zu sprechen (aus Angst vor dem „Opium-fürs-Volk“–Vorwurf) erscheint ein Islam, der junge Männer ungeschminkt für ein Paradies mit 70 Jungfrauen für jeden skrupellos in den Tod schickt.


Gebet

So viel Polizei – selbst wenn verstärkt durch die Armee – kann ein Land gar nicht haben, um alle weichen Ziele schützen zu können.
Aber Gott kann! Die Heerscharen des „Gottes Zebaoth“ (= der Heerscharen) sind unzählbar. Er kann und will uns schützen vor den Terroristen und vor allem den dämonischen Chaosmächten dahinter. Es ist faktisch so – und jeder weiß es, aber viele tun es trotzdem nicht; „Da hilft nur noch beten!“
Also. Lasst uns es uns tun!

Ortwin Schweitzer