DIE POLITISCHE SEITE

November 2003

 

 

EUROPA

 

Vorbemerkung:  Aus aktuellem Anlass wird dieses Thema im November noch einmal behandelt, da die Regierungskonferenz bis Mitte Dezember (wenn alles nach Plan verläuft) der neuen europäischen Verfassung ihre endgültige Gestalt geben wird. Es gilt, diesen außerordentlich zukunftsweisenden Prozess aktiv im Gebet zu begleiten, da diese Entscheidungen das Zusammenleben der Völker in Europa und ihr Zusammenwirken in der „Union“ auf lange Zeit hinaus bestimmen werden.

Der 2. Teil der „Tore“ Nr. 7 – 12 folgt dann im Dezember.

 

Die Europäische Verfassung (E.V.)

 

  1. Der Gottesbezug

 

Wer von den Lesern dieser Politischen Seite hat noch nichts gehört von der Aktion „Europa – wohin?“ Der bestelle sich doch bitte umgehend die gleichlautende Broschüre per E-Mail bei dhbest@web.de (oder Dorothea Best, Wielandstr. 16, 74348 Lauffen). In ihr ist die Problematik dargestellt, dass in der Präambel der neuen E.V. sehr bewusst die Erwähnung Gottes und der christlichen Prägung Europas vermieden worden ist. Es hatten sich viele dafür eingesetzt (S. 7–10), aber umsonst. S. 11-21 nennt Gegenargumente gegen die Begründung, die für die jetzige Textform gegeben wurden. Gibt es in Europa denn Länder, in deren Verfassung Gott genannt wird? Antwort: Ja! (S. 21-25). Und wie könnte denn eine Erwähnung Gottes und der christlichen Wurzeln  Europas aussehen? Vier Vorschläge werden gemacht auf S. 26-28.

            Der Zielpunkt von “Europa – wohin?“

            ist aber nicht Information,

            sondern Aktion!

Jeder, der das Heft liest, wird in der Beilage gebeten, sich in diese Aktion doch mit einzubringen.

Zum einen geschieht dies durch Gebet, denn in dieser „kleinen“ Frage, ob der Gott der Christen in einer E.V. erwähnt werden soll oder nicht, prallen geistlich die Mächte der Gott-Losigkeit Europas d.h. der Aufklärung mit Rationalismus und Säkularismus zusammen mit der Aussage der Christen: „Es ist ein Gott und Er ist der Herr auch über diesen Kontinent.“ Gott ist nicht der Ghetto-Gott der Kirchen, sondern der Hoch-Heilige, dessen Missachtung sich auswirken wird in zunehmender Verfinsterung. Es geht in dieser Schrift also zum einen um die Ehre Seines Namens, es geht um die erste Bitte des Gebets Jesu: „Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name.“ Zum anderen geht es um die Zukunft Europas unter dem Gericht oder der Gnade des lebendigen Gottes, der seiner nicht spotten lässt. So leitet die Beilage an zum Gebet – allein und gemeinsam, in Dank und Buße, Fürbitte, Anbetung und Proklamation.

 

Sie leitet aber auch dazu an, etwas vom Gebet her in Handlung umzusetzen. Zehn Vorschläge werden gemacht. Zentral ist dabei die Bitte, an Bundeskanzler Gerhard Schröder und an Außenminister Joschka Fischer einen kurzen, klaren Brief zu schreiben mit der Bitte, in der Frage des Gottesbezuges in den Besprechungen der Regierungskonferenz (November – Dezember) doch noch einmal direkt aktiv zu werden und sie auf die Liste der „Nicht institutionellen Fragen“ als Wunsch Deutschlandes zu setzen.

Wenn Hunderte solcher Briefe im Auswärtigen Amt und im Kanzleramt eintreffen, würden dies einem „Bürgerbegehren“ gleichkommen.

Fischer hatte sich übrigens im Konvent schon für den Gottesbezug ausgesprochen und Schröder sagte nach dem 1. Treffen der Regierungskonferenz am 4.10.03 in Rom sogar: „An Deutschland würde die Hereinnahme eines Gottesbezuges nicht scheitern.“ Das ist eine gute und klare Aussage, für die wir dankbar sein können (etwa im Gegensatz zu Präsident Chirac). Aber es wäre schön, wenn, ermutigt durch viele, viele nette Briefe (und unterstützt von vielen Gebeten) Kanzler Schröder das Thema von sich aus nochmals auf den Tisch legen würde. Oder sein Außenminister. Ohne einschätzen zu können, was das für sie und für den Kontinent für Folgen hat, würden sie auf diese Weise von Gott gebraucht als Werkzeug der Gnade und als Segensträger.

Dies würde im Übrigen auch Deutsche und Polen einander näher bringen, denn für die Polen ist der Gottesbezug in der Verfassung geradezu entscheidend für den Beitritt. Für den Gottesbezug haben sich inzwischen klar außer Polen noch ausgesprochen Tschechien, Slowakei und Malta, sowie Spanien, Portugal und Irland. Und wo bleiben die evangelischen Länder Mittel- und Nordeuropas?

 

Die Chancen, eine Veränderung der Präambel zu erreichen, sind gering, vor allem weil es hier um Einstimmigkeit geht und das Veto eines Landes genügt, diese zu sabotieren.

Außerdem hat das Europäische Parlament in Straßburg mit der Mehrheit von 283 zu 211 gegen den Gottesbezug votiert. Die Entscheidung aber fällt bei den Regierungschefs. Für sie lasst  uns beten.

 

 

  1. Die politischen Fragen

 

Der Gottesbezug wurde sehr engagiert diskutiert, wird von den Politikern selber aber nur als eine Randfrage betrachtet gegenüber den zu lösenden politischen Fragen. In 4 Teilen (I-IV) in 460 Artikeln wird dies versucht. Offen ist:

 

Fast jede Entscheidung hat ihre Vor- und Nachteile. Was ist gut für die Zukunft? Niemand kann dies mit Sicherheit sagen.

 

  1. Perspektiven

 

·         Aber wäre das so schlimm? Der „Economist“ ist der Meinung, dass der ganze Verfassungsentwurf sowieso unreif sei, weil ihm einfach die Praxis der größer gewordenen Gemeinschaft der 25 fehlt. Insofern würde eine vorläufige Regelung im Sinn eines Vertrages momentan genügen, um dann in ein paar Jahren eine an der Praxis orientierte Verfassung zu formulieren. Dieser Gedanke hat viel für sich.

·         Die Frage des Gottesbezuges lässt sich natürlich bei einem nochmals „geöffneten Paket“ leichter einbringen, als wenn jede kontroverse Frage tunlichst vermieden wird.

·         Es gibt ernsthafte Christen, die diesen ganzen Zusammenschluss von Staaten für widergöttlich halten und mit dem Turmbau von Babel in Zusammenhang bringen. Gott will Nationalstaaten und nicht Staatenbündnisse dieser Art – ist ihre These. Sie sehen darin apokalyptische Globalstrukturen sich vorbereiten – und verweigern sich.

 

Was soll man dazu sagen?

Unbestritten, wir leben in der Endzeit. Und natürlich wachsen in den globalen Zusammenschlüssen auf allen Gebieten apokalyptische Strukturen der Weltbeherrschung heran. In der Bibel steht aber nirgends, dass die Christen diese Strukturen würden verhindern können oder sollen. Wohl aber wird deutlich, dass der Gott der Geschichte keinen Augenblick die Kontrolle über das Weltgeschehen verliert, ja, dass er es mit Schalen– und Posaunengerichten aktiv vorantreibt.

 

Nicht die Großstrukturen sind verwerflich, wie Strukturen nie an sich das Problem sind, sondern die Menschen, die sich ihrer bedienen. Diese erliegen dem „Kitzel“ der Macht, der in der globalen Kontrolle enthalten ist.

Christen haben durch ihren Gottesbezug immer eine Möglichkeit, sich der Gleichschaltung zu entziehen. Das ist das Ärgerliche an ihnen. Sie werden von woanders her gesteuert. Darum geht es schließlich um ihre Ausschaltung, weil ihre Gleichschaltung nicht möglich ist.

Weil das so ist, darum ist es jetzt so wichtig, den Gottesbezug in der Verfassung zu verankern, weniger wegen uns Heutigen als vielmehr um der Kommenden willen. Darauf könnten sie sich im Ernstfall berufen.

Christen als Bürger eines Staates sollen nach der Bibel für ihre Obrigkeit beten, sie achten, nicht verachten, damit  sie als Gemeinde in Frieden leben und arbeiten können. Von Anfang an wurden aber auch Vornehme und Regierende vom Glauben an Jesus erfasst. Sie hatten die Aufgabe, mit ihrer veränderten geistlichen Gesinnung die Geschicke des Staates (mit) zu lenken, unterstützt vom Gebet der Gemeinde. Angewandt auf Europa heißt das für

 

  1.  unser Gebet:

 


 

  1. Der vorgesehene Zeitplan

      der Regierungskonferenz–Termine, den wir sehr bewusste unter Gott stellen:

 

Termin                   Ort                         Ebene                                                    Thema

 

04.10.                     Rom                       Staats- und Regierungschefs           Allgem. Aussprache          

                               Rom                       Außenminister                                    Vorsitz des Rates

 

14.10                      Luxemburg            Minister                                                EU-Außenminister

                                                                                                                             Wie viel Kommissare?                                                                                                                            Fragen zum Parlament

                                                                                                                             Fragen zum Rat

                                                                                                                             Was ist Mehrheit?

 

16../17.10.              Brüssel                  Chefs                                                    Institutionelle Fragen

 

27.10.                     Brüssel                  Minister                                                Fragen zum Rat

                                                                                                                             Nichtinsitutionelle Fragen

                                                                                              (Werte, Minderheiten etc.)

 

18.11.                     Brüssel                  Minister                                                Außenminister der EU

                                                                                                                             Verteidigungspolitik

                                                                                                                             Teil IV der Verfassung

 

28./29.11                Rom                       Konklave der Minister                       Vorbereitung des Gesamtpakets

                                                                                                                             für die Chefs

 

9.12.                       Brüssel                  Minister                                                dasselbe

 

12./13.12.               Brüssel                  Chefs                                                    Eröffnung des Gesamtpakets

 

 

(Quelle im Internet: http://ue.eu.int/igcpdf/de/03/cg00/cg00005.de03.pdf)

 

 

Aus diesem Zeitplan geht hervor, was wann dran ist, dass keine Zeit zu verlieren ist und dass die Gottesfrage der Präambel eigentlich nirgends vorgesehen ist. Deshalb, lasst uns darum beten und IHM die ganze Sache unterstellen. Gott kann!

 

Ortwin Schweitzer

 

 

 

 

Wir möchten um finanzielle Hilfe bitten.

Die Adoramus-Gemeinschaft ist eine opferbereite, aber kleine Gruppe. Sie hat die 29 000 Hefte in
 5 Sprachen kostenlos herausgebracht und versandt, damit die Aktion möglichst schnell läuft. Das geschieht auch. Und viel Lob kommt zurück! Aber es braucht auch finanziellen Rückfluss. Wer sich in der Lage sieht, sich an den Kosten von ca. 50 000.-€ zu beteiligen, sei dazu sehr ermutigt. Ebenso, wenn jemand in seinem Umkreis vermögende Personen kennt, die offen wären als Sponsoren auch mal einen Großbetrag „springen zu lassen“, möge er diesem doch das Projekt vorstellen und (wenn ihm das Heft gefallen hat) ihn auf die Möglichkeit der Spende hinweisen. Sollte jemand, drittens, einen „Topf“ kennen, an den man für ein solches Projekt einen Antrag auf Bezuschussung stellen könnte, möge er mir dies doch bitte mitteilen.          O.S.